Will den Fokus auf Differenzierung lenken: Friedrich Sobol, Vorstand von ElectronicPartner.
Die hierfür notwendigen strukturellen und personellen Anpassungen am Standort Düsseldorf finden im Laufe der kommenden Monate statt.Für den stationären Fachhandel sei es aktuell von zentraler Bedeutung, eine Differenzierung zum Wettbewerb über Service, Kompetenz und Vertrauen zu schaffen – Eigenschaften, die vom Konsumenten zunehmend wichtiger eingeschätzt werden als die Produkte selbst. „Und genau hierauf wird unser Fokus liegen“, hält Friedrich Sobol, Vorstand von ElectronicPartner, fest. „Wir wollen agieren und nicht reagieren – das haben wir immer getan und das tun wir auch jetzt. Wir werden weiterhin die Zukunft des stationären Elektronikhandels mitgestalten und so ein verlässlicher und verantwortungsvoller Partner für unsere Mitglieder bleiben“, führt er aus.
Erreichen möchte die Verbundgruppe dies durch eine Transformation zum Lösungsanbieter. Die Substanz und das Know-how dazu seien bereits vorhanden. ElectronicPartner biete schon heute mit über 5.000 Mitgliedsbetrieben das größte Elektronik-Vertriebsnetzwerk in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Die vor über zehn Jahren gestartete Qualitätsoffensive bei „EP:“ und die erfolgreiche Privatisierung von „MEDIMAX“ bilden eine klare Basis für lokales Unternehmertum und kundenzentrierten Service, heißt es in einer Pressemitteilung. Hinzu kommen starke Kooperationen – etwa mit der MHK im Bereich Küche – und neue Warenbereiche, wie nachhaltige Energiegewinnung mit der Marke „WENDEpunkt“, die das Kompetenzportfolio in Richtung Zukunftsmarkt erweitern. Auch das Technologie-Netzwerk „comTeam“ als Nummer Eins im unabhängigen Systemhausgeschäft erschließe neue Wachstumsfelder wie IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz und Robotik.
Im rasant wachsenden Segment Elektrotechnik fehle es aktuell an einem flächendeckenden Vertriebs- und Servicenetzwerk, das Beratung, Installation, Integration, Reparatur und langfristigen Service aus einer Hand biete. ElectronicPartner will dieses Netzwerk sein – lokal verankert, technisch kompetent, nachhaltig und zuverlässig: Durch die strategische Zusammenarbeit mit der „KRIX Academy“, mit „ASWO“ und mehr als 1.000 zertifizierten Servicepartnern sei die Verbundgruppe hier aktuell der stärkste Anbieter im Markt – in Österreich erstrecke sich dies in beispielhafter Weise auch auf den öffentlichen Sektor, wie die Arbeit mit der Caritas und dem Klima- und Energiefonds zeige.
„Als Zentrale unterstützen wir das Netzwerk der Mitglieder mit anwendungsorientierten Lösungen und Dienstleistungen aus einer Hand, die einfach zugänglich, kosteneffizient und wettbewerbsfähig sind. Dabei kommt uns auch zugute, dass wir in den vergangenen Jahren bereits intensiv in modernste Technologie und Digitalisierung investiert haben“, erklärt Matthias Assmann, ebenfalls Vorstand von ElectronicPartner.
Die geplante Offensive beinhaltet eine Neuorganisation der Zentrale in Düsseldorf, um Strukturen und Prozesse auf das Zielbild anzupassen. Als Teil dieser Maßnahmen ist auch ein Stellenabbau in den kommenden Monaten geplant. Dabei bleibe ElectronicPartner seiner Linie treu, indem der Transformationsprozess gewohnt verantwortungsbewusst, fair und mit sozialer Rücksichtnahme durchgeführt werde – in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern. Außerdem wird das Unternehmen, welches sich nach wie vor im Besitz der Gründerfamilie befindet, aus eigener Kraft die Neuausrichtung gestalten, ohne finanzielle Unterstützung.
„Der Spruch ‚Handel ist Wandel‘ ist so alt wie die Branche selbst und wird immer Gültigkeit behalten. Wir müssen uns ständig weiterentwickeln, Warten hilft niemandem – nicht unseren Mitgliedern, nicht unseren Mitarbeitenden, nicht uns als Unternehmen. ElectronicPartner hat sich in seiner Geschichte mehrfach erfolgreich gewandelt: überlegt, konsequent und mit ruhiger Hand – und das werden wir nun wieder tun. Wir agieren und bleiben dabei eigenständig und gestalten unsere Zukunft selbst“, fasst Matthias Assmann zusammen.
Die Maßnahmen für die Neuausrichtung sind bereits gestartet. Zum ElectronicPartner Kongress am 20. und 21. März 2026 wird die Verbundgruppe erste konkrete Ergebnisse und Zielsetzungen präsentieren.
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