Effiziente Wasch- und Spülgeräte senken laufende Kosten deutlich

IFA-Auswertung zeigt regionale Preisunterschiede und Einsparpotenziale von durchschnittlich 47,7 Prozent

Marktforschung
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Die IFA Berlin hat die Wasser- und Stromkosten für Wäschewaschen und Geschirrspülen in den 100 größten deutschen Städten untersucht. Die Auswertung zeigt deutliche regionale Unterschiede. Gleichzeitig können moderne Geräte der Effizienzklasse A die jährlichen Verbrauchskosten in den 20 größten Städten gegenüber älteren Bestandsgeräten im Durchschnitt um 47,7 Prozent reduzieren.

Fast 40 Prozent der Deutschen wissen laut einer von der IFA angeführten Civey-Umfrage nicht, wie hoch der jährliche Wasserverbrauch ihres Haushalts ist. Dabei unterscheiden sich die laufenden Kosten für Waschmaschinen und Geschirrspüler je nach Wohnort deutlich. Bei Waschmaschinen können die jährlichen Wasser- und Stromkosten laut IFA um bis zu 43 Euro variieren, bei Geschirrspülern um bis zu 19 Euro.

Für die Untersuchung hat die IFA Berlin die Wasser- und Stromkosten in den 100 größten Städten Deutschlands verglichen. Die detaillierte Auswertung für die 20 größten Städte zeigt, wie stark sowohl die lokalen Tarife als auch die Effizienz der eingesetzten Geräte die laufenden Kosten beeinflussen.

Essen mit höchsten Kosten unter den 20 größten Städten

Für die Untersuchung hat die IFA Berlin die amtlichen Gebührensatzungen und Preisblätter der städtischen Versorgungsbetriebe (u. a. Berliner Wasserbetriebe, Hamburg Wasser, Stadtwerke München, RheinEnergie Köln) für die 100 größten Städte Deutschlands ausgewertet und den kombinierten Trinkwasser- und Schmutzwasserpreis pro Kubikmeter ermittelt. Für die Berechnung der Jahreskosten wurden je 200 Wasch- bzw. Spülgänge pro Jahr angenommen, mit einem Wasserverbrauch von 50 Litern (Waschmaschine, Altgerät) bzw. 35 Litern (Waschmaschine, Effizienzklasse A) sowie 14 Litern (Geschirrspüler, Altgerät) bzw. 9 Litern (Geschirrspüler, Effizienzklasse A) je Zyklus, basierend auf Richtwerten des Umweltbundesamtes und der Verbraucherzentrale. Für die Stromkosten wurden die lokalen Arbeitspreise der jeweiligen Grundversorger (Stand: 1. Juli 2026) sowie ein Verbrauch von 1,20 kWh (Altgeräte) bzw. 0,50 bis 0,55 kWh (Effizienzklasse A) je Zyklus zugrunde gelegt. Stichtag der Untersuchung: 04.06.26.
Quelle: IFA

Beim Wäschewaschen weist Essen unter den 20 größten deutschen Städten die höchsten Kosten auf. Bei angenommenen 200 Waschgängen pro Jahr entstehen mit einem herkömmlichen Altgerät von rund zehn Jahren oder älter jährliche Wasser- und Stromkosten von 132,48 Euro.

Dahinter folgen Stuttgart mit 124,42 Euro und Duisburg mit 118,87 Euro. Am niedrigsten fallen die Kosten in Köln mit 89,25 Euro aus. Für München ermittelte die IFA 99,28 Euro, für Berlin 99,70 Euro. Damit liegen die jährlichen Kosten in Essen fast 48 Prozent über denen in Köln.

Auch beim Geschirrspülen führt Essen die Auswertung an. Mit einem herkömmlichen Gerät entstehen dort jährliche Kosten von 86,69 Euro. Es folgen Stuttgart mit 84,12 Euro und Hamburg mit 81,84 Euro.

Am günstigsten ist das Geschirrspülen laut Untersuchung wiederum in Köln mit 67,29 Euro pro Jahr, gefolgt von Leipzig mit 69,20 Euro und Bonn mit 70,14 Euro. Da ein Geschirrspüler weniger Wasser, aber ähnlich viel Strom wie eine Waschmaschine verbraucht, wirkt sich hier nach Angaben der IFA der lokale Strompreis stärker auf die Gesamtkosten aus.

Effizienzklasse A reduziert Verbrauchskosten im Schnitt um 47,7 Prozent

Moderne Waschmaschinen und Geschirrspüler der Effizienzklasse A können die jährlichen Kosten für Wasser und Strom in den 20 größten Städten gegenüber älteren Bestandsgeräten im Durchschnitt um 47,7 Prozent reduzieren. Die ermittelte Spanne reicht von 46,4 Prozent in Bremen bis 50,0 Prozent in Köln.

In absoluten Beträgen fallen die Einsparungen dort besonders hoch aus, wo auch die Ausgangskosten hoch sind. In Essen reduziert sich der jährliche Aufwand nach Berechnung der IFA bei einer Waschmaschine um 59,26 Euro und bei einem Geschirrspüler um 43,67 Euro. In Stuttgart liegen die Einsparungen bei 56,72 beziehungsweise 42,67 Euro, in Hamburg bei 54,14 beziehungsweise 41,91 Euro.

Über alle 20 untersuchten Großstädte hinweg sinken die durchschnittlichen Jahreskosten einer Waschmaschine von 110,62 Euro bei einem Altgerät auf 60,14 Euro bei einem Gerät der Effizienzklasse A. Beim Geschirrspüler reduziert sich der Durchschnitt von 74,90 auf 36,89 Euro.

Leif Lindner, CEO der IFA Berlin, kommentiert: „Wer beim Gerätekauf auf Effizienz achtet, kann seine jährlichen Wasser- und Stromkosten spürbar senken. Im Home-Appliances-Bereich der IFA erleben Besucher jedes Jahr, wie Hersteller diesen Effizienzgewinn technisch weiter vorantreiben – von der neuesten Gerätegeneration bis zur smarten Lösung für das Zuhause. Unsere Auswertung zeigt, dass beim Wäschewaschen und Geschirrspülen längst nicht mehr nur der Kaufpreis eines Geräts entscheidet, sondern zunehmend die laufenden Verbrauchskosten, und die hängen stark vom Wohnort ab. Über mehrere Jahre gerechnet, werden aus vermeintlich kleinen Unterschieden bei Wasser- und Strompreisen schnell dreistellige Beträge“.

Solingen mit höchsten Gesamtkosten unter 100 Städten

Wird der Vergleich auf die 100 größten deutschen Städte ausgeweitet, weist Solingen die höchsten kombinierten Kosten für Wäschewaschen und Geschirrspülen auf. Bei jeweils 200 Zyklen pro Jahr und Gerät entstehen dort insgesamt 226,79 Euro für Wasser und Strom.

Es folgen Potsdam mit 222,02 Euro und Essen mit 219,17 Euro. Die niedrigsten Gesamtkosten ermittelte die IFA für Köln mit 156,54 Euro. Dahinter liegen Regensburg mit 157,10 Euro und Oldenburg mit 160,98 Euro. Zwischen der teuersten und der günstigsten Stadt ergibt sich damit eine Differenz von rund 70 Euro pro Jahr.

Für den Elektrofachhandel unterstreicht die Untersuchung damit die Bedeutung der laufenden Betriebskosten als zusätzliches Argument in der Produktberatung. Neben dem Anschaffungspreis können Wasser- und Stromverbrauch sowie regionale Kostenunterschiede einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer haben.

Berechnung basiert auf 200 Zyklen pro Jahr

Für die Untersuchung wertete die IFA Berlin die amtlichen Gebührensatzungen und Preisblätter der städtischen Versorgungsbetriebe der 100 größten Städte aus. Daraus wurde der kombinierte Preis für Trink- und Schmutzwasser pro Kubikmeter ermittelt.

Für die Berechnung wurden jeweils 200 Wasch- beziehungsweise Spülgänge pro Jahr zugrunde gelegt. Bei Waschmaschinen rechnet die Untersuchung mit 50 Litern Wasserverbrauch je Zyklus für ein Altgerät und 35 Litern für ein Gerät der Effizienzklasse A. Bei Geschirrspülern wurden 14 beziehungsweise 9 Liter angesetzt. Die Richtwerte stammen nach Angaben der IFA vom Umweltbundesamt und der Verbraucherzentrale.

Für die Stromkosten wurden die lokalen Arbeitspreise der jeweiligen Grundversorger mit Stand vom 1. Juli 2026 verwendet. Der angenommene Stromverbrauch beträgt 1,20 Kilowattstunden je Zyklus bei älteren Geräten und 0,50 bis 0,55 Kilowattstunden bei Geräten der Effizienzklasse A. Stichtag der Untersuchung war der 4. Juni 2026.

Die IFA bezeichnet die betrachteten modernen Geräte in ihrer Kommunikation als „smart“. Die eigentliche Kostenberechnung basiert jedoch auf dem Vergleich zwischen älteren Bestandsgeräten und Geräten der Effizienzklasse A; eine konkrete Vernetzungs- oder Smart-Home-Funktion ist nicht Bestandteil der angegebenen Berechnungsgrundlage.

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