Liebherr zieht nach der IFA 2026 Bilanz

Neue Gefriergeräte, vernetzte Funktionen und mehr Platz im Einbau

EventsMeldungen
EU AI Act - KI-generiert

Liebherr-Hausgeräte nutzte die IFA 2026 in Berlin, um neue Gerätegenerationen und digitale Funktionen rund um Kühlen und Gefrieren vorzustellen. Im Mittelpunkt standen die adaptive Technologie TruAdapt, zusätzliche Funktionen für die SmartDevice-App sowie neue XL- und XXL-Einbaugeräte. Zugleich gab das Unternehmen einen Ausblick auf die weitere Portfolioentwicklung im Jahr 2027.

Kühlen und Gefrieren mit Wachstum

Zum Messeauftritt gehörte auch ein Rückblick auf die Geschäftsentwicklung. Die Firmengruppe Liebherr erzielte 2025 einen Umsatz von 14,77 Milliarden Euro. Das Produktsegment Kühlen und Gefrieren kam auf 1,17 Milliarden Euro und wuchs damit nach Unternehmensangaben um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Impulse kamen insbesondere aus Europa und Indien.

Für den weiteren Ausbau des Hausgerätegeschäfts rückte Liebherr auf der IFA vor allem Energieeffizienz, Vernetzung, Reparierbarkeit und längere Produktlebenszyklen in den Fokus. Parallel dazu verwies das Unternehmen auf Investitionen in Logistik und Service. Im deutschen Liebherr-Webshop seien die Lieferzeiten innerhalb von sechs Monaten um 50 Prozent reduziert worden. Auch die Reaktions- und Lieferzeiten gegenüber dem Handel hätten sich verbessert.

TruAdapt passt Gefriergeräte an die Nutzung an

Zu den zentralen Produktneuheiten gehörte TruAdapt. Die Technologie analysiert die tatsächlichen Nutzungs- und Umgebungsbedingungen eines Gefriergeräts und passt dessen Betriebsparameter automatisch an. Ziel ist es, Leistung und Energieverbrauch stärker an die reale Nutzung im Haushalt anzupassen.

Ab 2027 soll TruAdapt in allen freistehenden NoFrost-Gefriergeräten der Energieeffizienzklassen A bis C verfügbar sein. Dazu gehört auch der BluRoX-Gefrierschrank FNXa 522i.

Neu vorgestellt wurde außerdem der FNa 465i. Das 60 Zentimeter breite Standgerät erreicht die Energieeffizienzklasse A, verfügt über 199 Liter Gefriervolumen und weist laut Hersteller einen jährlichen Energieverbrauch von 91 Kilowattstunden auf.

Mit dem FNdi 4015 erweitert Liebherr das Portfolio zudem um ein kompaktes Modell mit 60 mal 60 Zentimetern Stellfläche und einer Höhe von 105 Zentimetern. Fünf Schubladen und 116 Liter Gefriervolumen sollen das Gerät insbesondere für kleinere Küchen, Keller und Vorratsräume interessant machen. Zur Ausstattung gehören unter anderem NoFrost, FrostProtect, VarioSpace sowie die Anbindung über die SmartDeviceBox.

Ab 2027 stattet Liebherr alle freistehenden NoFrost-Gefriergeräte der Energieeffizienzklassen A bis C mit der adaptiven Technologie TruAdapt aus – darunter auch den BluRoX-Gefrierschrank FNXa 522i.
Ab 2027 stattet Liebherr alle freistehenden NoFrost-Gefriergeräte der Energieeffizienzklassen A bis C mit der adaptiven Technologie TruAdapt aus – darunter auch den BluRoX-Gefrierschrank FNXa 522i.

SmartDevice erhält zusätzliche Funktionen

Auch bei der Vernetzung kündigte Liebherr Erweiterungen an. Über das neue Energiemonitoring der SmartDevice-App sollen Nutzer den wöchentlichen Stromverbrauch, Temperaturverläufe und Türöffnungen nachvollziehen können. Die App soll zudem Vorschläge liefern, wie sich Geräteeinstellungen im Alltag anpassen lassen.

Das Energiemonitoring ist für vernetzte Einbau- und Standgeräte der aktuellen Gerätegeneration vorgesehen. Ab 2027 soll zusätzlich ein Gerätecheck zur Verfügung stehen, über den sich Funktionen und Systemkomponenten eines verbundenen Kühl- oder Gefriergeräts überprüfen lassen.

Der neue Weinbereich in der SmartDevice-App ermöglicht es, Weine per Flaschenscan oder manuell zu erfassen, Bestände zu verwalten und persönliche Bewertungen zu hinterlegen – auch unabhängig von einem vernetzten Liebherr-Weingerät.
Der neue Weinbereich in der SmartDevice-App ermöglicht es, Weine per Flaschenscan oder manuell zu erfassen, Bestände zu verwalten und persönliche Bewertungen zu hinterlegen – auch unabhängig von einem vernetzten Liebherr-Weingerät.

Bereits verfügbar ist ein eigener Weinbereich innerhalb der App. Weine lassen sich dort per Flaschenscan oder manuell erfassen. Angaben wie Rebsorte und Jahrgang werden ergänzt, außerdem können Nutzer zwischen vorhandenen und bereits verkosteten Flaschen unterscheiden und persönliche Bewertungen hinterlegen. Die Funktion lässt sich auch ohne ein vernetztes Liebherr-Weingerät verwenden.

Liebherr erweitert sein Einbauportfolio für die 194-Zentimeter-Nische: Der Größenvergleich zeigt XL-Modelle mit 60 Zentimetern Breite und XXL-Kühl-Gefrierkombinationen mit 75 Zentimetern Breite.
Liebherr erweitert sein Einbauportfolio für die 194-Zentimeter-Nische: Der Größenvergleich zeigt XL-Modelle mit 60 Zentimetern Breite und XXL-Kühl-Gefrierkombinationen mit 75 Zentimetern Breite.

Neue Einbaugeräte für die 194-Zentimeter-Nische

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten neue XL- und XXL-Einbaugeräte. Liebherr erweitert damit sein Angebot für die 194 Zentimeter hohe Nische. Neben XL-Modellen mit 60 Zentimetern Breite gehören dazu XXL-Kühl-Gefrierkombinationen für 75 Zentimeter breite Nischen.

Erstmals auf der IFA gezeigt wurde eine XL-Side-by-Side-Einbaulösung. Sie kombiniert den bereits verfügbaren Einbaukühlschrank IRBci 5620 mit dem ab März 2027 vorgesehenen Einbaugefrierschrank SIFNdi 5629.

Der Kühlschrank bietet 269 Liter Kühlvolumen und BioFresh, der Gefrierschrank 239 Liter Gefriervolumen, NoFrost und neun Gefrierschubladen. Durch die Kombination beider Geräte entsteht eine integrierte Kühl- und Gefrierlösung für die 194-Zentimeter-Nische.

Ergänzend zeigte Liebherr XXL-Kühl-Gefrierkombinationen in 75 Zentimetern Breite. Je nach Modell kommen EasyFresh oder BioFresh in Verbindung mit NoFrost zum Einsatz. In der Prime-Serie gehören unter anderem VarioSafe, VarioBox, VarioTemp, IceMaker und Touch-&-Swipe-Bedienung zur Ausstattung.

Handel und Service bleiben Teil der Strategie

Neben den Produktneuheiten stellte Liebherr auf der IFA auch die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel heraus. Das Unternehmen verwies auf Schulungen und Marketingpakete sowie auf sein selektives Vertriebssystem. Hinzu kommen digitale Serviceangebote wie das Appliance Analytics Dashboard, mit dem mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden sollen.

Für die kommenden Jahre sieht Liebherr damit mehrere Entwicklungslinien parallel: energieeffizientere Geräte, adaptive Steuerungen, stärkere Vernetzung, zusätzliche Servicefunktionen sowie größere und flexiblere Einbaulösungen. Die auf der IFA 2026 vorgestellten Neuheiten sollen zum Teil noch 2026, überwiegend aber im Verlauf des Jahres 2027 in den Markt kommen.

Das könnte auch interessant sein!

× AI Icon