Nur bei entsprechender Pflege des Siebträgers ist auch das „Finish“ in der Espressotasse zufriedenstellend.
Damit das auch lange so bleibt, sollte man seine Genussverstärker regelmäßig pflegen. Das gilt für alle (!) Maschinen, unabhängig von ihrer Art und Ihrem Convenience-Grad bzw. des im Prospekt versprochenen „Rundum-Sorglos“-Pakets.
Sauberkeit steht am Anfang des Kaffeegenusses. So sammlen sich im Siebträger im Laufe der Zeit Kaffeeöle und die Reste von Kaffeepulver an. Der Vollautomat wiederum gilt besonders anfällig für Rückstände in der Brühgruppe – also dem Teil der Maschine, in dem das Pulver aufgebrüht wird. Bei der Filterkaffeemaschine indes ist vor allem die Kanne schnell verschmutzt. Das führt schnell zu verminderter Geschmacksqualität.
Milchschaums müssen vor allem auf saubere Cappucinatore und Milchdüsen achten. Denn nach 20 Minuten auf Zimmertemperatur begibt sich Milch auf eine Reise Richtung Käse. In der Milchdüse und der Dampf-Lanze setzen sich schnell Eiweißreste und Krusten fest. Auch den in der Milch enthaltenen Bakterien muss entgegengewirkt werden. Das verhindert unhygienische Ergebnisse und die Bläschenbildung beim Milchschaum.
Daneben ist Kalk der Ur-Feind jeder Kaffeemaschine: Schon nach kurzer Zeit setzt sich die im Wasser befindliche Substanz in allen Ecken fest und beeinträchtigt Kaffeequalität wie Kaffeedurchfluss. Mit etwas Know-how und Reinigungsmitteln lassen sich diese Probleme schnell und effizient in den Griff bekommen.
Die Milchschaumdüsen und -schläuche des Kaffee-Vollautomaten müssen nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Dafür wird die Düse mit einem feuchten, sauberen Tuch gut abgewischt. Mindestens einmal täglich sollten die Milchschläuche und die Düse zudem mit Wasser und speziellen Reinigern durchgespült werden. Ansonsten macht der Vollautomat mit seinen automatischen Reinigungsprogrammen das Putzen sehr einfach: Mit zwei, drei Tasten wird das Programm aktiviert. Der Rest geschieht dann sprichwörtlich vollautomatisch.
Auch bei Siebträgern ist die tägliche Reinigung ein Muss. Besonders das Auspinseln des Siebträgers und der Brühgruppe – mit möglichst harten Borsten – ist von Bedeutung. Das Chromgehäuse hält man am Leichtesten mit einem Mikrofasertuch sauber. Gitter und Abtropfgehäuse hingegen können unkompliziert abgespült werden. Die Düsen und Schläuche sollten je nach Anwendungshäufigkeit mehrfach gespült und gereinigt werden. Eine Brühkopfreinigung ist, je nach Kaffeeverbrauch, mindestens einmal die Woche angeraten.
Auch Kaffeemühlen, ob elektrisch oder mechanisch betrieben, sind vor Schmutz natürlich nicht gefeit. Reinigungspulver, das wie die Bohnen gemahlen wird, wirkt dem entgegen. Etwa zwei bis vier Mal pro Jahr verwendet, verlängert das die Lebensdauer der Mahlscheiben um mehrere Jahre. Hinzu kommen verbesserte Mahlergebnisse. Doch Vorsicht: Für Mahlwerke in Vollautomaten sind diese Reiniger nicht geeignet! Diese werden einfach mit einem trockenen Tuch ausgewischt.
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