Marktforschung

China wieder wichtigster Handelspartner – Außenhandelsüberschuss sinkt deutlich

China hat 2025 die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst. Mit einem Außenhandelsumsatz (Exporte und Importe) von 251,8 Mrd. Euro lag die Volksrepublik wieder auf Rang 1 – wie bereits in den Jahren 2016 bis 2023. Die USA folgen mit 240,5 Mrd. Euro auf Platz 2, während die Niederlande mit 209,1 Mrd. Euro Rang 3 belegen. Während der Handel mit China um 2,1 Prozent zulegte, ging der Warenverkehr mit den Vereinigten Staaten um fünf Prozent zurück.

Importe aus China prägen das Bild

China bleibt laut Statistischem Bundesamt (Destatis) mit großem Abstand das wichtigste Lieferland für deutsche Importe. 2025 wurden Waren im Wert von 170,6 Mrd. Euro aus China eingeführt – ein Plus von 8,8 Prozent. Demgegenüber sanken die deutschen Exporte nach China um 9,7 Prozent auf 81,3 Mrd. Euro. Der Importüberschuss gegenüber China weitete sich damit deutlich auf 89,3 Mrd. Euro aus (2024: 66,9 Mrd. Euro).

Für die Elektrohausgerätebranche besonders relevant: Zu den wichtigsten Importgütern aus China zählen Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 50,9 Mrd. Euro (+4,9 %). Auch elektrische Ausrüstungen legten kräftig zu und erreichten 32,8 Mrd. Euro (+14,8 %). Maschinenimporte stiegen auf 13,9 Mrd. Euro (+11,6 %). Damit unterstreicht China seine zentrale Rolle als Beschaffungsmarkt für elektrotechnische Komponenten und Vorprodukte.

USA bleiben wichtigster Absatzmarkt – mit Rückgängen

Trotz rückläufiger Zahlen bleiben die Vereinigten Staaten das bedeutendste Empfängerland deutscher Exporte. 2025 wurden Waren im Wert von 146,2 Mrd. Euro in die USA geliefert – 9,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark betroffen waren Kraftwagen und Kraftwagenteile (-17,8 %). Der Exportüberschuss im Handel mit den USA verringerte sich deutlich auf 51,9 Mrd. Euro (2024: 69,6 Mrd. Euro).

Frankreich (117,4 Mrd. Euro; +2 %) und die Niederlande (112,5 Mrd. Euro; +2,9 %) folgen auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten Exportmärkte.

Außenhandelsüberschuss sinkt auf 200,5 Mrd. Euro

Insgesamt exportierte Deutschland 2025 Waren im Wert von 1.563 Mrd. Euro (+0,9 %) und importierte Waren im Wert von 1.362,5 Mrd. Euro (+4,3 %). Der Exportüberschuss belief sich auf 200,5 Mrd. Euro und lag damit um 42,4 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert.

Für die Elektrohausgerätebranche verdeutlichen die Zahlen die weiterhin hohe Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten – insbesondere bei elektrotechnischen Erzeugnissen – bei gleichzeitig veränderten Absatzdynamiken auf wichtigen Auslandsmärkten wie den USA.

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