Markt & Branche

BSH mit Rekordumsatz – dank Preiserhöhungen!

Im dritten Jahr in Folge konnte die BSH Hausgeräte ein Rekordjahr verzeichnen und erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 15,9 Mrd. EUR. Das entspricht einem Wachstum von 2,5% gegenüber dem Vorjahr (wechselkursbereinigt 4,2%), der allerdings den Preiserhöhungen geschuldet ist. Denn beim Absatz konnten die Münchener das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Federn lassen musste die BSH sowohl in der Küche (Consumer Products -6,2%) als auch in der Waschküche (Wäschepflege -6%). Mehr Freude machten Kühlen (+8,8%) und Spülen (+8%) sowie der Cookit und das Thema Bodenpflege.


CFO Dr. Gerhard Dambach bei der Vorstellung der BSH-Zahlen für das Jahr 2022 in München am Mittwoch vergangener Woche: „2022 war ein herausforderndes Jahr mit einer hohen Marktvolatilität. Die Kaufkraft hat spürbar nachgelassen.“ Der neue CEO Dr. Matthias Metz sprach zuvor von einem Rekordjahr „mit soliden Geschäftsergebnissen“: „Eine wahre Teamleistung!“

Solides Ergebnis in schwierigen Zeiten

Alles in allem blickt auch Europas führender Hausgerätehersteller auf ein anspruchsvolles Jahr zurück, das von Lieferengpässen, gestiegenen Materialpreisen sowie höheren Logistik- und Energiekosten als Folge des Krieges in der Ukraine und allgemein angespannten Lieferketten geprägt war. In den beiden Vorjahren profitierte die BSH, bedingt durch die Corona-Pandemie, von einer Sonderkonjunktur im Konsumgütergeschäft.

Diese erhöhte Nachfrage ging im vergangenen Jahr zurück, gleichzeitig zog die Inflation stark an. Zudem gingen alleine im Geschäft mit der Ukraine und in Russland im vergangenen Jahr 330 Mio. EUR an Umsätzen verloren.

„Dank der Loyalität unserer Konsumenten und Handelspartner, unseres starken globalen Markenportfolios, unserer innovativen Produkte und Services und dem großartigen Engagement unserer Mitarbeitenden haben wir das vergangene Jahr dennoch gut gemeistert“, sagte CEO Dr. Matthias Metz. Und weiter: „Unser Anspruch für das laufende Jahr: Wir wollen in allen Regionen und Produktkategorien weiter profitabel wachsen. Dabei steht neben dem Management der deutlich gestiegenen Kosten – etwa in den Bereichen Energie, Material und Personal – die noch resilientere Aufstellung unserer Lieferketten im Fokus.“

Wachstum in allen Regionen

In der Region Amerika (USA/Kanada) zeigte die BSH im Geschäftsjahr 2022 mit einem Plus von 16% erneut ein überdurchschnittlich starkes Wachstum. Damit knüpft das Unternehmen an ein starkes Vorjahresergebnis an und festigt seine Position in diesem Wachstumsmarkt mit großen Zukunftschancen.

Die BSH ist auch im Jahr 2022 die Nr. 1 in Europa – trotz Lieferengpässen und gestiegener Energie- und Materialpreise, die besonders in dieser Region spürbar waren. Im vergangenen Jahr bewegte sich der Umsatz mit einem leichten Plus von 0,3% auf Vorjahresniveau. Positiv entwickelte sich das Geschäft in Deutschland, Österreich und Italien.

BSH in Zahlen 2022

Für die Gesamtregion Asien-Pazifik/Afrika erreichte die BSH ein Umsatzwachstum von 2% gegenüber dem Vorjahr. Bedingt durch Sondereffekte, wie Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, verzeichnete die BSH in China einen Rückgang von 4%. Hingegen stieg der Umsatz in den Wachstumsmärkten überdurchschnittlich, hier besonders in Indien und im Nahen Osten.

Mit einem klaren Blick nach vorn stellt die BSH die Weichen für weiteres Wachstum. „Unser zentrales Anliegen ist es, in den Märkten lokale Bedürfnisse zu verstehen und Hausgeräte zu entwickeln und zu produzieren, die die Wünsche der Konsumenten treffen und die Lebensqualität in ihrem Zuhause verbessern. Bei uns gehen Marktnähe und internationales Wachstum Hand in Hand“, erläuterte CEO Matthias Metz. Gleichzeitig stelle man sich global noch breiter auf. So werden ab 2024 in einer neuen Fabrik in Mexiko Kühlgeräte für den nordamerikanischen Markt gefertigt. Von Ägypten aus – vorvergangene Woche wurde der Spatenstich für eine Herde-Fabrik in Kairo gefeiert –  soll Geschäft auf dem afrikanischen Kontinent weiter ausgebaut werden.

Kühlen & Spülen mit starkem Wachstum

Stärkster Umsatztreiber im zurückliegenden Geschäftsjahr war die Produktkategorie Kühlen mit einem Plus von 8,8% gegenüber Vorjahr, dicht gefolgt von der Produktkategorie Spülen, die 8% zulegen konnte. Die umsatzstärkste Produktkategorie Kochen wuchs um 2,8%. Hier wartete der Markt allerdings auf einen wichtigen Modellwechsel, eine neue Ofenreihe, der im Frühjahr 2023 ansteht. Wäschepflege und Consumer Products indes verzeichneten einen Rückgang von 6% bzw. 6,2%.

Der Kundendienst der BSH mit seinem umfassenden Serviceangebot erzielte einen um 2,2% höheren Umsatz. 83% aller Reparaturen können auf Anhieb erledigt werden. Diese Leistung spiegelt sich auch im Net Promotor Score (NPS) wider, mit dem kontinuierlich die Zufriedenheit mit dem Kundendienst gemessen wird. Der Score stieg erneut um 2 Punkte auf den herausragenden Wert von 73 Punkten.

Zum Ende des abgelaufenen Jahres 2022 beschäftigte die BSH weltweit 63.000 Mitarbeitende – ein leichter Anstieg von 600 Beschäftigten beziehungsweise 1% gegenüber dem Vorjahr. „Wir sind stolz darauf, dass wir auch in diesen schwierigen Zeiten sichere Arbeitsplätze gewährleisten und gleichzeitig wachsen konnten. Nicht nur was den Umsatz angeht, sondern auch bei der Zahl der Beschäftigten“, sagte Finanzchef Gerhard Dambach.

Rekordinvestitionen in Forschung & Entwicklung

Mit 628 Mio. EUR bzw. 3,9% des Umsatzes liegen die Investitionen der BSH auf Vor-Corona-Niveau. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,3% – insgesamt investierte die BSH 840 Mio. EUR. Mit dieser Rekordsumme forciert die BSH digitale, konsumentenorientierte Produkte und Innovationen.

Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten

Bereits seit 2020 entwickelt und fertigt die BSH an allen Standorten weltweit CO2-neutral. Einer der größten Hebel dafür ist die stetige Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion. 2022 hat die BSH mit weltweit mehr als 230 Energieeffizienzmaßnahmen rund 33,4 GWh Energie eingespart. Selbst erzeugter Ökostrom deckt dabei zunehmend den Strombedarf. Bis 2030 hat sich die BSH das Ziel gesetzt, den Strombedarf zu 100% mit Ökostrom zu decken.

Um die Wertschöpfungskette nachhaltiger zu gestalten, arbeitet die BSH gemeinsam mit Partnern an neuen Lösungen. Dazu zählen der Einsatz von recycelten Kunststoffen und so genanntem Grünstahl. Eingesetzt werden diese Materialien beispielsweise im neuen Bosch Green Collection Kühlschrank, der im Mai in Europa auf den Markt kommt. Dank der Verwendung von recycelten, CO2-reduzierten sowie CO2-neutralen Materialien ist sein aus dem Material resultierender CO2-Fußabdruck um ein Drittel geringer als beim baugleichen Vergleichsmodell mit herkömmlichen Materialien.

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