Seit August 2012 gibt nun von Beurer die neue Nährwert-Analysewaage Beurer DS61.  Eine ausgewogene Ernährung ist – man sollte es nicht glauben – schließlich der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. Die menschlichen Bedürfnisse an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen haben sich seit Jahrtausenden nicht verändert, Übergewicht ist nicht vorgesehen, dennoch ist es Volkskrankheit Nummer 1. Übergewicht abbauen senkt das Risiko für Stoffwechselerkrankungen,  Herz-Kreislauferkrankungen und bestimmte Arten an Krebs.  So eine Waage zu haben  ist also nicht verkehrt.

Die DS61 bestimmt auf den ersten Blick das Gewicht des Nahrungsmittels, die Kalorienzahl, Kilojoule, Cholesteringehalt, und die Werte für Fett, Kohlehydrate und Eiweiß. Auch die alte Maßeinheit für spezielle Diabetiker-Ernährung, die Broteinheit, ist hier angegeben. Insgesamt sind 950 Lebensmittel gespeichert, und man hat noch 99 Speicherplätze für eigene Vorlieben frei. Die Bedienung ist einfach: Jedes Lebensmittel ist codiert, die Codes sind in einer Tabelle in der Bedienungsanleitung aufgeführt. Gibt man den Code ein, erscheinen die Werte. So weit, so gut. Im Test stellt sich heraus, dass die Nährwertangaben den durchschnittlichen Angaben dem Vergleich mit den offiziellen Nährwerttabellen standhalten. Das Gewicht wird im digitalen Display in Grammeinheiten angezeigt, und entsprechend dem Gewicht werden die Werte angepasst. So ist es erstaunlich, dass eine Möhre je nach Größe und Dauer der Lagerung ganz schön viele Kohlehydrate haben kann. Leider sagt die Waage nicht, ob diese Kohlehydrate vom Körper verwertbar sind und damit Auswirkungen auf den Blutzuckerwert haben und wie viele davon ohne Einfluss auf den Blutzucker als Ballaststoffe durchgehen. Das wäre auch zu viel verlangt von so einem kleinen kompakten Gerät. Und das, was es kann, muss der Nutzer erst mal verstehen und anwenden können. Denn wenn man erst mal den Nutzen erkannt hat, ist die Waage nicht nur eine wertvolle Hilfe bei der Bestimmung der täglichen Kalorienzufuhr. Im Laufe der Zeit lernt der Nutzer ein neues Verhältnis zu Lebensmitteln und ihren Wert für sich aufzubauen. Aber die DS61 setzt auch voraus, dass man sich die Zeit nimmt, um sich mit den Lebensmitteln und ihrem Nutzen für den Körper und damit für die Gesundheit zu beschäftigen. Lohnen würde es auf jeden Fall.

Annette Dietzler

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