BSH baut neuen Produktions- und Logistikstandort in Mellrichstadt

Neues Werk für Staubsaugerproduktion soll 2028 in Betrieb gehen

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Die BSH Hausgeräte GmbH verlagert ihren bisherigen Standort von Bad Neustadt nach Mellrichstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld. Panattoni entwickelt dort eine auf die Anforderungen des Hausgeräteherstellers zugeschnittene Produktions- und Logistikimmobilie. Nach Erteilung der Baugenehmigung fand inzwischen der symbolische Spatenstich statt. Die Inbetriebnahme des neuen Werks ist für 2028 vorgesehen.

Am neuen Standort sollen künftig Staubsauger und zugehörige Komponenten entwickelt, produziert und versendet werden. Geplant ist die Fertigung verschiedener Modelle unter anderem der Marken Bosch und Siemens. Nach Angaben der Unternehmen sollen von Mellrichstadt aus künftig rund 2,4 Millionen Staubsauger pro Jahr in verschiedene Märkte weltweit geliefert werden.

Der Produktions- und Logistikstandort für BSH Hausgeräte GmbH. Bildrechte: Panattoni.
Der Produktions- und Logistikstandort für BSH Hausgeräte GmbH. Bildrechte: Panattoni.

Produktionshalle mit rund 26.600 Quadratmetern

Die von Panattoni entwickelte Build-to-Suit-Immobilie umfasst eine rund 26.600 Quadratmeter große Produktionshalle mit einer lichten Höhe von bis zu 12,50 Metern. Vorgesehen sind Bereiche für Wareneingang, Vorfertigung, Montage und die Verladung der fertigen Produkte.

Zur technischen Ausstattung gehören Produktionsanlagen für Gebläsefertigung, Kunststoffspritzguss, Montage und Logistik. Die hochbelastbare und fugenarme Industriesohle ist für automatisierte Lagertechnik ausgelegt. Zusätzlich wird ein Tragwerk für vier Brückenkräne mit jeweils acht Tonnen Traglast errichtet.

Aufgrund der durchgängigen Produktionslinie ist die Halle als zusammenhängender Brandabschnitt ohne innere Brandschutzwände vorgesehen.

„Einen Produktionsstandort für den Hersteller hochqualitativer und innovativer Markenprodukte zu entwickeln, die unter den harten ökonomischen Bedingungen des Weltmarktes bestehen müssen, ist eine großartige Aufgabe. Zukünftig erreichen diese Produkte Millionen von Haushalten von diesem Standort aus. Die sehr enge Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Landkreis, BSH und allen weiteren Beteiligten ist die beste Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts“, sagt Fred-Markus Bohne, Managing Partner Panattoni DACH & Nordics.

Entwicklungs- und Laborflächen für rund 450 Beschäftigte

Neben der Produktionshalle entsteht ein dreigeschossiger Büro-, Entwicklungs- und Laborbereich mit insgesamt rund 4.930 Quadratmetern Fläche. Der Standort ist für rund 450 Beschäftigte ausgelegt. Die Laborbereiche erhalten eine Temperatur- und Feuchteregelung, die an die Anforderungen der dort vorgesehenen Entwicklungsarbeiten angepasst wird.

Johann Ossner, Standortleiter der BSH Hausgeräte GmbH, erläutert: „Es ist eine besondere Chance, dieses wegweisende Projekt gerade jetzt in unserer Region zu realisieren. Mit dem neuen Standort legen wir den Grundstein für eine zukunftsorientierte Fertigung und Entwicklung. Damit stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen die Voraussetzung weiterhin Menschen mit unseren innovativen und hochwertigen Staubsaugern weltweit zu begeistern.“

Eigener Gleisanschluss für den Warenverkehr

Eine Besonderheit des Standorts ist der geplante eigene Gleisanschluss. In einer rund 142,5 Meter langen Gleishalle entstehen zwei Verladegleise, über die Produkte geschützt auf die Schiene verladen werden können.

Mellrichstadt liegt an der Bahnstrecke Würzburg–Erfurt und verfügt zudem über eine eigene Anschlussstelle an die Autobahn 71 sowie eine Anbindung an die Bundesstraße 19.

Energiekonzept integriert Prozessabwärme

Auch die Energieversorgung wird auf die Anforderungen des Produktionsbetriebs ausgelegt. Die Energie-Infrastruktur des BSH-Werks soll eine Leistung von 4.800 kVA bereitstellen. Das Energiekonzept verbindet die Produktionsprozesse mit der Gebäudeversorgung.

Die bei der Produktion entstehende Prozessabwärme soll für die Temperierung, Beheizung und Belüftung der Produktionsflächen genutzt und in das Gebäudekonzept eingebunden werden. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage auf dem Hallendach vorgesehen.

Für die Elektromobilität wird eine Ladeinfrastruktur für 104 Ladepunkte mit jeweils bis zu 11 kW vorbereitet. Für die Immobilie wird eine Zertifizierung nach DGNB Gold angestrebt.

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