Homeoffice hat sich in Deutschland nachhaltig etabliert, auch wenn die Nutzung im Vergleich zu den Pandemie-Jahren differenzierter ausfällt.
Im Jahr 2025 arbeiteten 25 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause – ein leichter Anstieg gegenüber den Vorjahren und deutlich mehr als vor der Pandemie. „Damit war der Anteil etwas höher als im Jahr 2024 mit 24 Prozent und im Jahr 2023 mit 23 Prozent“, so das Statistische Bundesamt (Destatis).
Gleichzeitig zeigt sich: Die Intensität der Homeoffice-Nutzung hat abgenommen. Nur noch knapp ein Viertel der Nutzenden arbeitet ausschließlich von zu Hause, während 46 Prozent häufiger im Büro präsent sind. „Homeoffice wird inzwischen jedoch weniger umfänglich genutzt als zu Pandemiezeiten“, heißt es dazu.
Deutliche Branchenunterschiede

Deutliche Unterschiede bestehen je nach Unternehmensgröße, Alter und Branche. In großen Unternehmen liegt der Homeoffice-Anteil mit 35 Prozent deutlich über dem Niveau kleiner Betriebe (19 %). Besonders verbreitet ist mobiles Arbeiten in wissensintensiven Bereichen wie IT oder Unternehmensberatung, wo rund drei Viertel der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice tätig sind.
Auch demografisch zeigen sich klare Muster: Die 35- bis 44-Jährigen nutzen Homeoffice am häufigsten, während jüngere Beschäftigte deutlich seltener von zu Hause arbeiten.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland leicht über dem Durchschnitt, bleibt jedoch hinter Spitzenreitern wie den Niederlanden zurück. Insgesamt verdeutlichen die Zahlen: Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben – allerdings als hybrides Modell, das stark von Branche und Tätigkeitsprofil abhängt.

