Die Electrolux Group hat im vierten Quartal 2025 trotz intensiver Rabattaktionen und starkem Wettbewerbsdruck in vielen Märkten operativ spürbar zugelegt. Der Umsatz lag bei umgerechnet 3,1 Mrd. Euro (35,1 Mrd. SEK), während das operative Ergebnis auf umgerechnet 135 Mio. Euro (1,52 Mrd. SEK) stieg – die operative Marge verbesserte sich damit auf 4,3 Prozent.

Haupttreiber waren laut CEO Yannick Fierling konsequente Effizienzmaßnahmen und Kostensenkungen, während externe Faktoren wie höhere US-Zölle und Währungseffekte weiterhin belasteten.
Uneinheitliche Entwicklung
Regional entwickelte sich das Geschäft uneinheitlich: In Europa blieb die Nachfrage verhalten, Lateinamerika zeigte weiterhin positives Konsumklima, während Nordamerika zwar leicht zulegen konnte, jedoch unter starkem Preisdruck stand. In den USA sorgte der starke Wettbewerb dafür, dass sich Marktpreise trotz deutlich gestiegener Zölle kaum nach oben bewegen konnten. Electrolux reagierte mit Preisanpassungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben – was in Nordamerika im Quartal zu einem operativen Verlust beitrug.
Cashflow über Vorjahr
Positiv entwickelte sich der Cashflow, der nach Investitionen deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Gründe waren vor allem reduzierte Lagerbestände und eine disziplinierte Investitionssteuerung. Gleichzeitig verbesserte sich die finanzielle Stabilität: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA sank auf 3,0 (3,4).
Umsatz niedriger als 2024
Im Gesamtjahr 2025 erzielte Electrolux einen Umsatz von umgerechnet ca. 11,7 Mrd. Euro (131,3 Mrd. SEK (Vorjahr: ca. 12,2 Mrd. Euro, 136,2 Mrd. SEK). Das operative Ergebnis (bereinigt um Sondereffekte) stieg auf umgerechnet etwa 327 Mio. Euro (3,66 Mrd. SEK, Vorjahr: ca. 148 Mio. Euro, 1,66 Mrd. SEK) und profitierte von höheren Absatzmengen, einem besseren Produktmix sowie Kosteneinsparungen, die sich insgesamt stark auf das Ergebnis auswirkten. Eine Dividendenzahlung für 2025 ist gleichwohl nicht vorgesehen.
Für 2026 erwartet der Konzern in Nordamerika eine neutrale bis leicht rückläufige Marktentwicklung, während Europa und Brasilien eher stabil eingeschätzt werden. Electrolux rechnet mit einem positiven Ergebnisbeitrag durch Volumenwachstum und Mixverbesserungen, sieht jedoch weiterhin Gegenwind durch Zölle. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollen Effizienzprogramme nochmals einen erheblichen Ergebnisbeitrag liefern. Gleichzeitig plant das Unternehmen steigende Investitionen in Innovation und Marketing sowie eine organisatorische Vereinfachung, um schneller und kundenorientierter agieren zu können.
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