Bauknecht: Mehr als Technik!

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Mister Bauknecht
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: der neue "Mr. Bauknecht"

Gestern präsentierte Bauknecht zum ersten Mal auf der imm Cologne im Bereich Living Kitchen seinen neuen Markenauftritt. Ich muss sagen: Viel Schwarz. Sehr elegant! Passend dazu lieferte Bauknecht den ersten Eindruck  mit der Geräte-Familie „BlackLine“.  Ja, das prickelt: Modernste Technik hinter viel Glas, wenig Edelstahl. Sehr stilvoll! Und um den neuen Markenauftritt auch zu kommunizieren, tritt Bauknecht ab sofort mit neuem Claim an: „Bauknecht. Mehr als Technik“. Da kann ich nur sagen: Viel Worthülse!

Der Marketingleiter erklärte begeistert, dass man die junge, aktive Zielgruppe ansprechen möchte, die eigenen Kernkompetenzen vermitteln, die Stärken rüberbringen will, und das ist eben „mehr als Technik, das ist auch schönes Design, das ist bedienfreundliche Innovation, das ist Kundenfreundlichkeit, das ist EMOTION!!!“ Jou. Und das ist noch mehr Worthülse. Während ich die Worthülsen auf mich wirken ließ, fing das innere Kind in mir an, leise den Untergang des alten Claims zu beweinen: „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen“. Schon ganz früh war mir klar, dass die Bedeutung des alten Spruchs – und damit seine Erotik! – in dem lag, was er gerade nicht sagte:  Bauknecht weiß, was Frauen wünschen – und die anderen, die wissen das nicht! Willst du was Gutes für dich, dann geh zu Bauknecht!!!  Der alte Claim, der hat sich eingebrannt, da lag die Stärke im Gefühl, das war Emotion! Und nun? Worthülsen! Pah!

Kaffee+ im Text

Und der Marketingleiter trieb es noch toller. Augenzwinkernd – weil vor der Pressekonferenz durfte er ja noch nicht zuviel sagen – rückte er mit dem Nonplusultra raus:  „Es gibt jetzt einen `Mister Bauknecht´.“  Vor dem Marketingleiter stand eine Frau am Rande des Herzinfarkts. Wie bitte?  Ein Mann??? Ist denen die Nummer mit den Frauen wohl zu altbacken, zu sehr 50er Jahre, zu verstaubt, zu abgefahren, wie? Oooh, die Männer, sie erobern die Küchen, wissen zwar nicht, wie sie ein Messer halten sollen, aber mit den Jamie Olivers und Tim Mälzers dieser Welt fühlen sie sich auch dem zähesten Geflügel gewachsen, und klar, da braucht es mehr als Technik!! Hurz! —

Aber man sollte die Rechnung nicht ohne Bauknecht machen. Am Nachmittag wurde das Bild von Mister Bauknecht feierlich enthüllt. Es zeigt einen jungen Mann, denn man will ja „die junge, aktive  Zielgruppe ansprechen“. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von einem Mann, zu schön, um wahr zu sein. Einer, von dem die kölsche Mädcher sagen: „Oh, wat ist dat denn für´n Pralinschen?“

Der Blutdruck sank wieder auf Normalmaß, Atmung und Herz beruhigten sich, die Welt ist wieder in Ordnung. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Bauknecht weiß halt immer noch, was Frauen wünschen. Und gegen „mehr als Technik“ ist wirklich nichts einzuwenden…