V-ZUG: Umsatz und Ergebnis unter Druck

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Der Schweizer Premiumgerätehersteller V-ZUG hat im Geschäftsjahr 2025 einen Ergebnisrückgang verzeichnet, reagiert darauf jedoch mit strategischen Investitionen und Effizienzprogrammen. Der Umsatz sank um 4,1 Prozent auf 567,4 Mio. CHF, während das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich zurückging. Trotz der schwächeren Entwicklung hält das Unternehmen an seiner Dividende von 0,90 CHF je Aktie fest und setzt auf Innovation, Produktionsmodernisierung und internationale Expansion.

Schwächeres Marktumfeld dämpft Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2025 war laut Unternehmen von geopolitischen Spannungen und einer zurückhaltenden Konsumstimmung geprägt. Diese Faktoren führten zu geringeren Verkaufsvolumen – insbesondere im Projektgeschäft in der Schweiz und in internationalen Märkten.

Der Nettoerlös der Gruppe lag bei 567,4 Mio. CHF (2024: 591,7 Mio. CHF). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf 11,6 Mio. CHF, die EBIT-Marge ging von 4,3 auf 2,0 Prozent zurück. Auch das Konzernergebnis verringerte sich deutlich auf 6,8 Mio. CHF.

Der Schweizer Haushaltsgerätemarkt entwickelte sich leicht rückläufig, zeigte jedoch in der zweiten Jahreshälfte erste Stabilisierungstendenzen. International blieb die Entwicklung uneinheitlich und von begrenzter Wachstumsdynamik geprägt.

Trotz der schwächeren Zahlen verweist V-ZUG auf eine solide finanzielle Basis. „Unsere finanzielle Position ist stark und robust. Das gibt uns den Handlungsspielraum, um die notwendigen Investitionen in Strategie, Produkte und Organisation auch in Zukunft umzusetzen“, erklärt CFO Adrian Ineichen.

Die finanzielle Position von V-Zug sei stark und robust, sagt CFO Adrian Ineichen. Foto: V-Zug
Die finanzielle Position von V-Zug sei stark und robust, sagt CFO Adrian Ineichen. Foto: V-Zug

Strategische Programme und Innovationen im Fokus

Mit den Initiativen „Simplify“ und „Grow“ will V-ZUG Effizienzsteigerungen realisieren und neue Wachstumspotenziale erschließen. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in seine Produktionsstruktur, etwa mit der vollständigen Inbetriebnahme der vertikalen Fabrik „Zephyr Ost“, die Produktions-, Montage- und Logistikprozesse an einem Standort bündelt.

Auch die Führung wurde gezielt verstärkt: Seit April 2025 steht Christoph Kilian an der Spitze des Unternehmens. Weitere personelle Veränderungen sollen insbesondere die internationale Expansion unterstützen.

Parallel treibt V-ZUG die Weiterentwicklung seines Produktportfolios voran. Neue Gerätegenerationen setzen auf höhere Energieeffizienz, verbesserte Funktionalität und Premiumdesign. Im Servicebereich erreichte das Unternehmen zuletzt eine Ersterledigungsquote von über 90 Prozent sowie einen Net Promoter Score von 79.

CEO Christoph Kilian sieht das Unternehmen gut aufgestellt: „Jetzt geht es darum, unsere operative Exzellenz weiter zu steigern und unsere starke Marktposition in der Schweiz sowie in ausgewählten internationalen Märkten auszubauen.“

Servicequalität immer wichtiger

Die Entwicklung bei V-ZUG passt in das aktuelle Bild der europäischen Hausgerätebranche. Nach den starken Jahren während der Pandemie bleibt die Nachfrage vielerorts verhalten. Besonders projektgetriebene Segmente – etwa im Neubau und im Premiumküchenbereich – reagieren empfindlich auf die schwache Baukonjunktur und die gedämpfte Konsumstimmung.

Viele Hersteller reagieren darauf mit Effizienzprogrammen, Produktinnovationen und einer stärkeren internationalen Ausrichtung. Gerade im Premiumsegment gewinnen Markenpositionierung, Energieeffizienz und Servicequalität weiter an Bedeutung, um Wachstum und Margen mittelfristig wieder zu steigern.

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