Otto Group: KI-gestützte Roboter-Koordination erstmals in Löhne

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Die Otto Group treibt die Automatisierung ihrer Logistik konsequent voran und arbeitet künftig eng mit NVIDIA zusammen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Intralogistik durch intelligente Robotik deutlich effizienter, skalierbarer und flexibler zu gestalten. Kern der Initiative ist ein sogenannter „Robotic Coordination Layer“, der auf NVIDIA Omniverse und Isaac Sim basiert und perspektivisch in vielen der rund 120 Logistikstandorte der Unternehmensgruppe eingesetzt werden soll.

Ein virtuelles Navigationssystem steuert diverse Robotertypen. Foto: Otto
Ein virtuelles Navigationssystem steuert diverse Robotertypen. Foto: Otto

Digitale Zwillinge

Herzstück der Lösung ist ein intelligentes virtuelles Navigations- und Kommunikationssystem, das unterschiedliche Robotertypen – von autonomen mobilen bis zu stationären Systemen – nahtlos koordiniert. Mithilfe digitaler Zwillinge können Roboterflotten in einer simulierten Umgebung trainiert, getestet und schneller in Betrieb genommen werden. Damit positioniert sich die Otto Group als europäischer First Mover für KI-gestützte Intralogistik.

Kay Schiebur ist Konzernvorstand Services der Otto Group. Foto: Charlotte Schreiber
Kay Schiebur ist Konzernvorstand Services der Otto Group. Foto: Charlotte Schreiber

„Vor mehr als drei Jahren haben wir begonnen, KI und Robotik in der Logistik einzusetzen. Unsere bisherigen Erfahrungen belegen das enorme Potenzial für mehr Effizienz und besseren Service“, erklärt Kay Schiebur, Konzernvorstand Services der Otto Group. „Mit NVIDIA und Reply heben wir die intelligente Automatisierung nun auf die nächste Stufe. […] Wir wollen unsere Performance weiter steigern und so unsere Zukunftsfähigkeit sichern.“

Erster Standort in Löhne

Als erster operativer Standort dient das Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne, das zugleich als Blaupause für den konzernweiten Rollout fungiert. Der IT- und KI-Spezialist Reply hat dafür einen digitalen Zwilling des Standorts erstellt. Die technische Basis bilden NVIDIA RTX Pro 6000 GPUs, Omniverse und Isaac Sim, betrieben auf der Google Cloud Platform.

Azita Martin, Vice President und General Manager Retail & Consumer Products and Goods bei NVIDIA.
Azita Martin, Vice President und General Manager Retail & Consumer Products and Goods bei NVIDIA. Foto: NIVIDIA

Auch NVIDIA sieht in dem Projekt ein zukunftsweisendes Modell:
„Physical AI definiert die Möglichkeiten in der Lieferkette neu und verwandelt Lager von statischen Einrichtungen in dynamische, reaktionsfähige Systeme“, sagt Azita Martin, Vice President und General Manager Retail & Consumer Products and Goods bei NVIDIA. „Dies schafft eine skalierbare Blaupause für die Logistik der Zukunft, in der Roboterflotten und intelligente Systeme nahtlos zusammenarbeiten.“

Virtuelles Peak-Management

Der digitale Zwilling ermöglicht unter anderem virtuelles Peak-Management, die Simulation unterschiedlicher Volumenszenarien sowie ein zentrales Roboter- und Warehouse-Management. Ziel ist ein intelligent steuerbares, hochflexibles Logistikzentrum.

Kai Uwe Ernst, Executive Partner bei Reply. Foto: Reply
Kai Uwe Ernst, Executive Partner bei Reply. Foto: Reply

„Die Schaffung eines digitalen Zwillings ist mehr als nur die Abbildung eines Raumes – es geht darum, intelligente Orchestrierung im großen Maßstab zu ermöglichen“, betont Kai Uwe Ernst, Executive Partner bei Reply. „Dadurch erschließen wir neue Dimensionen an Effizienz und Anpassungsfähigkeit in Logistikprozessen.“

Die Otto Group investiert in der Startphase einen zweistelligen Millionenbetrag. Langfristig soll der „Robotic Coordination Layer“ als zentrales Betriebssystem ein vollständig digitalisiertes Lagerökosystem ermöglichen – mit schnelleren Lieferprozessen, höherer Effizienz und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen.

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