Die Zahl der verkauften autonomen Haushaltshelfer (Staubsaugerroboter, Fensterputzroboter und Mähroboter) steigt weltweit an. Allein 2016 wurden 4,66 Millionen Haushaltsroboter verkauft.
Da ich mich schon immer für Technik begeistert habe, übernahm bei uns daheim recht früh ein Saugroboter die tägliche Reinigung. Das war Ende 2012 ein LG HomBot. Damals galt dieser noch als echtes Nischenprodukt – und war technisch bei weitem nicht so ausgereift, wie die heutigen Modelle. Aber er war dennoch in der Lage, einen Großteil unserer damaligen Wohnung zuverlässig zu reinigen.
Inzwischen haben auch Vorwerk, Dyson und alle anderen großen Hersteller einen oder mehrere Saugroboter im Sortiment. Während man damals als Early Adopter noch 700 bis 900 Euro auf den Tisch legen musste, bekommt man Einstiegsmodelle heutzutage bereits für unter 100 Euro.
Das macht sich in den Verkaufszahlen bemerkbar. Wie aus Daten des Weltrobotikverbandes IFR (International Federation of Robotics) hervorgeht, wurden 2016 weltweit 4,66 Millionen Haushaltsroboter verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2017 erwarten Experten ein noch stärkeres Wachstum von 30 Prozent.
Waren es noch vor einigen Jahren fast ausschließlich Saugroboter, die uns den Alltag erleichtert haben, werden inzwischen immer mehr Lebensbereiche von der “Robotisierung” erfasst: Wer große Fensterflächen reinigen muss, greift immer häufiger zu Fensterputzrobotern, während Grundstücksbesitzer die Rasenpflege ihrem Mähroboter überlassen.
Noch leiden allerdings viele der Haushaltsroboter an Kinderkrankheiten oder sind auf Hilfsmittel angewiesen: So kommt selbst die neueste Generation an Saugrobotern nicht mit Schwingstühlen klar. Rasenmähroboter für zum Teil über 2000 Euro erledigen ihre Arbeit zwar zuverlässig, aber erst nachdem die zu mähende Fläche mit einem Kabel eingezäunt worden ist.
All das ändert letztendlich aber nichts daran, dass diese Roboter ihren Besitzern viel Arbeit abnehmen – und genau darum geht es. Ich würde auf meinen Sauroboter nicht mehr verzichten wollen, auch wenn ich ihn ab und an vom Gestell unserer Schwingstühle “retten” muss.
Ähnlich wie das Thema Smart Home sind Roboter aus den Haushalten der Zukunft nicht mehr wegzudenken. In den kommenden Jahren wird viel passieren: Bald schon werden sich die Haushaltsroboter untereinander verständigen und auch mit dem vernetzten Eigenheim interagieren können.
So ist beispielsweise der neueste HomBot von LG mit der sogenannten Home Guard-Funktion ausgestattet. Über seine Kamera und Sensoren kann der Roboter erkennen, ob sich etwas im Haus bewegt (etwa ein Einbrecher). Derzeit bekommt der Besitzer im Fall der Fälle eine Push-Nachricht auf sein Smartphone. In ein paar Jahren schon kann der HomBot wahrscheinlich direkt mit dem Haus interagieren und Notfallmaßnahmen einleiten – beispielsweise das Licht einschalten und einen Alarm aktivieren.
Die Möglichkeiten sind Grenzenlos.
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