Das Crowne Plaza in Neuss war am 20. und 21. März Schauplatz für den ElectronicPartner-Kongress. Foto: Rita Breer
Ein starkes Signal für diese Entwicklung setzte ebenso der ElectronicPartner-Kongress am 20. und 21. März in Neuss: Rund 900 Teilnehmende, über 50 ausstellende Industrie- und Dienstleistungspartner sowie etwa 80 Workshops machten die Veranstaltung zu einer zentralen Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und neue Impulse innerhalb der Verbundgruppe.
Den Geschäftsverlauf 2025 skizzierten die drei Vorstände Matthias Assmann, Patrick van Tent und Greta Ziob, die in dieser Konstellation erstmals gemeinsam beim ElectronicPartner-Kongress auftraten, im Rahmen einer Pressekonferenz. Im Laufe des Jahres gab es insgesamt 38 Neueinstiege in die Verbundgruppe: 13 Fachhändler traten der Marke EP: bei, 21 weitere wurden Mitglied als ServicePartner und vier als eigenprofilierte Unternehmen. Zehn dieser Neuzugänge traten aus anderen Kooperationen über und in 13 Fällen konnte ein Standort erfolgreich übernommen werden.
Treiber der Stabilität sei unter anderem die Fachhandelsmarke EP:, die sich im vergangenen Jahr nicht nur behaupten, sondern sogar stärker wachsen konnte als der Vergleichsmarkt. Neue Mitglieder, Standortübernahmen und Wechsel aus anderen Kooperationen zeigen, dass das Konzept weiterhin attraktiv sei und Vertrauen im Markt genieße.
Gleichzeitig entwickelt sich das Technologie-Netzwerk comTeam dynamisch weiter und konnte mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum wichtige Impulse setzen. „Unsere dritte Kernmarke, das Technologie-Netzwerk comTeam, hat uns in 2025 erneut große Freude bereitet: mit einer Umsatzsteigerung von 18,5 Prozent zum Vorjahr sowie einer deutlichen Ergebnissteigerung“, erklärt Matthias Assmann, der im ElectronicPartner Vorstand für comTeam verantwortlich ist. Ausschlaggebend für die sehr gute Entwicklung waren unter anderem die Ablösung von Windows 10 und der starke Boom beim Thema Künstliche Intelligenz.
Auch neue Geschäftsfelder gewinnen bei EP an Relevanz: Die Marke Wendepunkt baut ihre Position im Bereich nachhaltiger Energielösungen konsequent aus. In Deutschland arbeiten inzwischen 141 ElectronicPartner Mitglieder als vollumfängliche Anbieter für erneuerbare Energien. Immer mehr Mitglieder bieten Photovoltaik, Wärmelösungen und Energiemanagementsysteme an, während auch international erste Erfolge sichtbar werden. Damit erweitert ElectronicPartner sein Portfolio strategisch und erschließt zusätzliche Wachstumspotenziale.
Gleichzeitig steht die Großfläche – insbesondere bei Medimax – vor spürbaren Herausforderungen. Rückläufige Umsätze zeigen den Veränderungsdruck in diesem Segment, das sich zunehmend in Richtung Fachhandel entwickeln müsse. ElectronicPartner begleitet diese Transformation aktiv und unterstützt seine Partner, die in Neuss fast vollzählig präsent waren, mit gezielten Maßnahmen zum Ausbau von Know-how und Servicekompetenz.
Wirtschaftlich stehe der Verband auf festen Füßen, betonte Finanzvorständin Greta Ziob. Die Entwicklung im ersten Quartal 2026 sei solide und die Verbundgruppe rechnet für 2026 mit Wachstum. Zur Transformation gehörte allerdings auch, dass die Zentrale insgesamt verschlankt worden sei mit einem Personalabbau von 40 Mitarbeitenden.
Der Kongress selbst unterstrich diese Entwicklung auch inhaltlich: Neue Formate wie eine Themenlounge zu Marketing, E-Commerce, Personal und Energielösungen sowie das neu etablierte ServiceNetzwerk mit fünf Partnern stärkten den Austausch und lieferten praxisnahe Ansätze – etwa rund um Reparaturservices.
Im Mittelpunkt des ElectronicPartner-Kongresses stand jedoch vor allem die übergeordnete strategische Neuausrichtung der gesamten Gruppe. Dabei geht es nicht nur um veränderte Strukturen und Prozesse, sondern vor allem um ein innovatives Verständnis von Zusammenarbeit und gemeinsamer Stärke. Die Transformation wird bewusst als Entwicklungsprozess verstanden – symbolisch beschrieben als Wandel von der Raupe zum Schmetterling.
Matthias Assmann bringt diesen Anspruch prägnant auf den Punkt: „Wir haben uns in den letzten Jahren Gedanken um die Raupe gemacht. Wir müssen uns nun zum Schmetterling weiterentwickeln. Und damit ist auch gemeint, dass wir aus der Verbundgruppe eine echte VERBUND-Gruppe machen müssen, sprich die Fähigkeiten des Einzelnen allen verfügbar zu machen.“
Dieses Bild steht für einen grundlegenden Perspektivwechsel: weg von einer klassischen Verbundstruktur hin zu einer stärker vernetzten Organisation, in der Wissen, Kompetenzen und Ressourcen aktiv geteilt werden. Ziel ist es, Synergien konsequenter zu nutzen, Innovationen schneller voranzutreiben und die gesamte Gruppe zukunftsfähig aufzustellen.
Dafür richtet ElectronicPartner sein Marken-Konzept, die Marketingaktivitäten sowie Plattform-, Bestell- und Logistikprozesse gezielt neu aus. Gleichzeitig stellt die Kooperation Angebote und Kommunikation konsequent auf ein integriertes, lösungsorientiertes Kundenerlebnis um – unabhängig von klassischen Online- oder Offline-Grenzen. Patrick van Tent, seit 1. März 2026 neues Mitglied im Vorstand von ElectronicPartner. betonte in diesem Zusammenhang: „Wir müssen es besser machen, dort zu sein, wo unsere Kunden sind, egal ob Online oder Offline.“ Das bedeute auch, die komplette Kundereise zu verstehen. „Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines starken, partnerschaftlich organisierten Netzwerks aus Mitgliedern und Lieferanten, das auf gemeinsamen Prinzipien, klarer Positionierung und Commitment basiert“, erklärt van Tent. Gleichzeitig schärfe die Verbundgruppe ihre Markenrichtlinien und fördere ein konsistentes Markenerlebnis, um die Balance zwischen unternehmerischer Freiheit und notwendiger Einheitlichkeit zu sichern.
Dabei spielt auch die kulturelle Ebene eine entscheidende Rolle. ElectronicPartner setzt auf mehr Interaktion, ein professionelles Miteinander und ein modernes, zukunftsorientiertes Mindset. Die Transformation beginnt bei den Menschen – und genau hier setzte der Kongress an: als Plattform, um die neue Ausrichtung zu vermitteln, die Mitglieder mitzunehmen und gemeinsam den nächsten Entwicklungsschritt zu gestalten.
Zum Abschluss formulierte der Vorstand einen klaren gemeinsamen Anspruch an alle Beteiligten: „Unsere Zukunft liegt in unserer gemeinsamen Stärke. Alle Akteure – Mitglieder, Mitarbeitende, Partner – müssen aus unserer Verbundgruppe eine starke VERBUND-Gruppe machen. Nur dann können wir von unserer eigenen Struktur vollumfänglich profitieren, indem wir die Kompetenzen aller Akteure bündeln, um Kundinnen und Kunden ganzheitliche Lösungen zu bieten, die über die Möglichkeiten des Einzelnen hinausgehen“, fasste Matthias Assmann stellvertretend zusammen.
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