Destatis: Einzelhandel schwächelt im März – Non-Food-Bereich mit leichtem Rückgang

von infoboard.de
Das Wichtigste in Kürze (KI-Zusammenfassung)
  • Der kalender- und saisonbereinigte Umsatz des Einzelhandels sank im März 2026 gegenüber dem Vormonat real um 2,0 Prozent und nominal um 1,5 Prozent.
  • Der Non-Food-Bereich verzeichnete im März real einen Rückgang um 1,0 Prozent zum Vormonat und ein Minus von 0,6 Prozent im Jahresvergleich.
  • Der Internet- und Versandhandel ist im März sowohl real als auch nominal um jeweils 3,0 Prozent gegenüber Februar und um rund 6 Prozent gegenüber März 2025 gestiegen.
  • Der Lebensmitteleinzelhandel entwickelte sich deutlich schwächer mit realen Rückgängen von 2,7 Prozent zum Vormonat und 3,3 Prozent im Jahresvergleich.
  • Die verhaltene Konsumstimmung belastet konsumgüterorientierte Branchen, während das Onlinegeschäft als Wachstumsbereich weiterbesteht.

Der deutsche Einzelhandel hat im März 2026 einen deutlichen Dämpfer verzeichnet. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank der kalender- und saisonbereinigte Umsatz gegenüber dem Vormonat real um 2,0 Prozent, nominal um 1,5 Prozent. Auch im Jahresvergleich ergibt sich ein Minus von real 2,0 Prozent.

Für die Elektrohausgerätebranche besonders relevant ist die Entwicklung im Non-Food-Segment: Hier gingen die Umsätze im März gegenüber Februar real um 1,0 Prozent und nominal um 0,5 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich real ein Minus von 0,6 Prozent, während nominal ein leichtes Plus von 0,5 Prozent verzeichnet wurde.

Deutlich schwächer entwickelte sich der Lebensmitteleinzelhandel mit realen Rückgängen von 2,7 Prozent zum Vormonat und 3,3 Prozent im Jahresvergleich.

Online wächst weiter

Ein gegenläufiger Trend zeigt sich weiterhin im E-Commerce: Der Internet- und Versandhandel konnte im März sowohl gegenüber dem Vormonat als auch im Jahresvergleich zulegen. Real und nominal stiegen die Umsätze um jeweils 3,0 Prozent zum Februar sowie um rund 6 Prozent gegenüber März 2025.

Auffällig ist zudem die Entwicklung bei Tankstellen, deren reale Umsätze infolge geopolitischer Einflüsse deutlich zurückgingen, während nominale Zuwächse auf Preissteigerungen hindeuten.

Insgesamt deutet die Entwicklung auf eine weiterhin verhaltene Konsumstimmung hin – mit spürbaren Auswirkungen auch auf konsumgüterorientierte Branchen wie die Elektrohausgeräteindustrie. Wachstumspotenziale bleiben vor allem im Onlinevertrieb.

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