Anja Niekerken “Montags muss ich immer kotzen – Erste Hilfe gegen Arbeitsübelkeit“
„Montagmorgen, acht Uhr und die Woche nimmt kein Ende“ – das ist das Symptom für eine Krankheit, die immer mehr Menschen befällt: Arbeitsübelkeit. Sie entsteht durch Überforderung, zu viele Prioritäten, zu lange to Do-Listen, zu viel Freizeitstress, Zersplitterung statt Zentrierung. „Endlich raus aus dem Hamsterrad“ ist das natürliche Wunschdenken, das empfänglich werden lässt für Botschaften wie „Liebe, was du tust und du musst keinen Tag mehr arbeiten“.
Genau diese Botschaft bricht auch Anja Niekerken in ihrem Buch “Montags muss ich immer kotzen – Erste Hilfe gegen Arbeitsübelkeit“ das Genick. Zielscheibe des Buches scheinen die unseriös daherkommenden Online-Startups zu sein, die mit kostenfreien Webinaren zu kostenpflichtigen Onlinekursen locken, in denen sie anderen zeigen wollen, wie sie das Hamsterrad verlassen können und nur noch 4 Stunden pro Woche zu arbeiten brauchen.
Stattdessen hinterfragt Niekerken auf sehr unterhaltsame Art die gängigen Vorstellungen von der eigenen Offline-Arbeitswelt. Zum Beispiel, dass der Beruf nicht Berufung sein muss, sondern schlicht zum Geldverdienen da ist, damit man sich leisten kann, seiner wahren Berufung nachzugehen – den Feierabend zu genießen und die freie Zeit sinnvoll zu gestalten. Sie beschreibt einleuchtend, warum Veränderungen nicht so einfach sind – die Arbeitsstelle bietet ja nicht nur Arbeit im Tausch gegen Geld, sondern auch Kollegen und damit eine Gruppenzugehörigkeit, die der Mensch braucht, weil sein limbisches System im Gehirn es seit der Steinzeit so will.
Im Lauf des Buches fokussiert sie die einzelnen Ursachen für die Arbeitsübelkeit und unterlegt ihre Antworten mit Studien aus der Neurowissenschaft. Am Ende stehen keine bahnbrechenden Erkenntnisse, keine neuen Wege raus aus dem Hamsterrad, sondern „nur“ neue Sichtweisen auf das, was Montags kotzen lässt. Eine neue Sichtweise kann allein durch die Frage entstehen, warum man das eigentlich tut, was man tut. Der Witz des Buches liegt darin, dass die Autorin ungewollt zum selben Schluss kommt, gegen den sie eigentlich schießt: Liebe, was du tust und du musst keinen Tag mehr arbeiten – weil du deine Arbeit dann nicht mehr als Arbeit empfindest. Sehr empfehlenswert! Bestens auch als Abspannlektüre an einem hektischen IFA-Messetag geeignet. Das Buch wurde empfohlen und besprochen von Annette Dietzler, Gesundheitsberaterin, Köln.
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