CES: Deutsch-asiatische Zukuntsvisionen

Ausgerechnet ein Auto stiehlt allen die Show: Die Vorstellung des F015, eine Auto-Vision der Zukunft von Mercedes, hat auf der Consumer Electronic Show (CES), die vergangene Woche in Las Vegas über die Bühne ging, für einen gewaltigen Medien-Hype gesorgt. Dank des selbstfahrenden Autos der Zukunft wurde hierzulande in einem Ausmaß über die Technikmesse CES berichtet, die zumindest gefühlt das Medien-Echo der IFA bei weitem übertraf. Und das ganz ohne Microsoft, Apple und Google!

Daimler fuhr sie alle an die Wand

Die Autoindustrie erteilte in Las Vegas den Kollegen der Unterhaltungselektronik eine Nachhilfestunde in Sachen Inszenierung, und Daimler-Chef Dieter Zetsche war der Zeremonienmeister im Spielerparadies. Aber es hatte nichts mit Zockerei zu tun, als er ankündigte, dass die Zukunft des Konzeptautos von Daimler gar nicht mehr so fern ist. Schon in wenigen Jahren soll das Auto autonom auf 120 beschleunigen und auch völlig autonom ohne Fahrer einparken können. Das komplette Auto gibt es dann im nächsten Jahrzehnt. Und da das Auto ja nicht nur der Deutschen liebstes Kind ist, sahen die meisten anderen Inszenierungen auf der CES ziemlich blass aus, sieht man mal von der Eröffnungsrede von Samsung-Boss Boo-Keun Yoon über eine Revolution durch das Internet der Dinge ab.

Ansonsten viel Spielkram rund um Uhren, Wearables, Drohnen und TV, viel schräge Ideen, die sich im Verbraucher-Alltag wohl nur schwerlich umsetzen lassen. Aber es ist dieses Neben- und Miteinander von Technick-Tüftlern und dem Big Business der Weltkonzerne, die die CES zu einem Eldorado der Branche machen.

Geniale Idee: Der „Twin Washer“ von LG

Und es lassen sich dort auch wunderbare, sinnvolle Dinge finden. Unser Highlight in diesem Jahr war der „Twin Washer“ von LG, eine Waschmaschine mit zwei Trommeln. Wie oft hat man das schon erlebt: Ein riesiger Berg dunkler Wäsche und dann zwei, drei Lieblingsteile in knalligen Farben oder zwei blütenweiße Blusen. In einer Waschtrommel würden sie sich nie verstehen.

LG sorgt nun für clevere Abhilfe mit einem kleinen, nahezu unauffälligen Unterbau, kompatibel zu allen gängigen Waschmaschinen des Unternehmens. Während der obere Teil als reguläre LG-Waschmaschine dient, soll das untere Fach bei besonderen Waschgängen für schnelle Abhilfe sorgen. Die große Trommel wird, wie gehabt, auf der Vorderseite beladen, eine kleine Trommel an der Unterseite der Maschine kann wie eine Schublade bequem aufgezogen werden. Natürlich ist der „Twin Washer“ auch per Smartphone steuerbar. Was das gute Stück einmal kosten wird und wann man es wo kaufen kann, das steht freilich noch in den Sternen. Schließlich sind wir in Vegas …

Matthias M. Machan

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