„Wir fordern eine sofortige Öffnung des stationären Technik-Einzelhandels“, heißt es in einem offenen Brief des BVT, der u.a. von Frank Schipper (Vorsitzender) unterschrieben wurde.
Der Druck auf die Politik nimmt zu, eine gigantische Klagewelle des Handels rollt an. „Wir fordern eine sofortige Öffnung des stationären Technik-Einzelhandels“, heißt es in einem offenen Brief des BVT (Handelsverband Technik) an die Bundeskanzlerin und die Runde der Ministerpräsidenten. Unterschrieben wurde der Brief neben Frank Schipper (Vorsitzender BVT) u.a. von den Geschäftsführen der EK/servicegroup, von ElectronicPartner, Euronics, Expert, MediaMarktSaturn und Telering.
Der mittlerweile fast 3 Monate andauernde Lockdown im Einzelhandel koste die betroffenen über 19.000 stationären Technik-Einzelhandler täglich sehr viel Geld, für immer mehr Unternehmer sei die Entwicklung existenzgefährdend. Mehr noch: In den Innenstädten sterben attraktive Einkaufsorte, zudem fallen Steuereinnahmen sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze weg. „Es entsteht ein gesamtgesellschaftlicher Schaden, der nicht hinnehmbar ist“, heißt es im Brief. Und weiter: „Die bestehenden Betriebsschließungen sind unverhältnismäßig, zumal der Einzelhandel nachweislich kein Infektionshotspot ist. Den Wortlaut lesen Sie hier.
Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) und die ihm zugehörigen Unternehmen erwarten einen realistischen Stufenplan, der die rasche Öffnung der Geschäfte ermöglichen soll. Wie schwierig die Lage für viele Händler im Lockdown ist, zeigt eine aktuelle HDE-Umfrage unter mehr als 2.000 Händlern. Demnach sieht sich mehr als jedes zweite Unternehmen ohne weitere Hilfen in Insolvenzgefahr.
„Viele Händler befinden sich einer dramatischen Situation. Ohne passgenaue staatliche Unterstützung und ohne Öffnungsperspektive werden in vielen Innenstädten in den kommenden Wochen die Lichter ausgehen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Eine aktuelle HDE-Umfrage macht deutlich, dass sich für das laufende Jahr ohne weitere staatliche Hilfen mehr als 60% der Innenstadthändler in Insolvenzgefahr sehen. „Hilfen kommen nicht an, Regelungen sind völlig unsinnig, Ausgrenzungen waren und sind an der Tagesordnung“, so Timm Homann, Chief Executive Officer bei Ernstings family.
Wie verzweifelt die Lage für viele Einzelhändler mittlerweile ist, lässt sich auch in der hohen Klagebereitschaft ablesen. So plant mehr als ein Viertel der befragten Bekleidungshändler, gegen die Schließung des eigenen Geschäfts vor Gericht zu ziehen. Ein weiterer Grund für die verbreiteten Pläne, vor Gericht zu ziehen, ist auch die Enttäuschung über die mangelnde Anerkennung der Politik für die hervorragend funktionierenden Hygienekonzepte der Branche.
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