Kaffee als Einstiegsdroge: Dope dich selbst!

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Im letzten Blogbeitrag haben wir die Kaffeemarke Death Wish vorgestellt, die nach Worten des Herstellers die stärkste Kaffeesorte der Welt sein soll. Die Death Wish Coffee Company weist auf ihrer Website schon darauf hin, dass der Kaffee nur in Maßen getrunken werden soll, da er sonst gesundheitsschädlich ist.

Wussten Sie aber, das Kaffee grundsätzlich als Einstiegsdroge gilt, mit der Sportler sich „dopen“?

Kaffee+ im Text

Klaus Gerlach, Allgemeinmediziner aus Mainz und der frühere Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten Mainz 05 weiß, im Sport war Kaffee lange auf der Doping-Liste: „Man schafft sich durch Koffein Wettbewerbsvorteile. Und sechs Tassen Kaffee können dann schon zu viel gewesen sein, um positiv getestet zu werden. Das ist also eine Methode, mit der ich meine Leistungsgrenze verschieben kann.“

Und dann muss der Beta-Blocker ran, um den Herzschlag wieder runterzubringen. Gerlach hat die Erfahrung gemacht, dass  Männer häufiger dopen als Frauen und ihnen jedes Mittel recht ist, um Stress und Belastung wegzudrücken. Dabei verlangen sie  auch ganz selbstverständlich nach richtig harten Medikamenten, Ritalin zum Beispiel, ein Medikament, das vornehmlich bei ADHS-Kindern und – Erwachsenen für Ruhe sorgt.  Gerlach:„Ritalin ist ja mittlerweile schon fast Mode-Droge an Hochschulen und auch bei Abiturienten. Und Ritalin ist ganz, ganz gefährlich.“ Denn mögliche Nebenwirkungen von Ritalin sind unter anderem Schlaflosigkeit, Angstgefühle, Depressionen und Aggressionen. Was im schlimmsten Fall noch mehr Ritalin-Einsatz zur Folge hat.

Gerlach rät deshalb, wenn die Energie weg ist, nicht zu Medikamenten greifen, sondern: „Ruhe! Ich muss wieder Energie tanken. Ruhe finde ich im Schlaf oder in der Entspannung. Einfach rausgehen, spazieren gehen, Sport treiben – sich auch mal richtig verausgaben!“

Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung fördern den gesunden, erholsamen Schlaf ebenso wie Joggen oder Walken. Am besten wirkt jedoch die Kombination. Streichen Sie also Kaffee und  Medikamente – seien Sie statt dessen nett zu sich mit regelmäßigem Sport an der frischen Luft, entspannenden Massagen und Entspannungstechniken zu Hause – bevor Ihr Körper schlapp macht und „Death Wish“ nicht nur der Name einer Kaffeemarke bleibt…