Haarpflege: Warum die Temperaturregelung am Haartrockner so wichtig ist

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(Bild: Remington)
(Bild: Remington)

Es ist normal, dass rund 30 bis 100 Haare am Tag ausfallen. Das bemerkt ein Mensch kaum, denn er hat bis zu 150 000 Haare auf dem Kopf. Diese Zahl ist abhängig von Struktur und Farbe. Blonde haben laut dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) mit 140 000 Haaren im Schnitt mehr als Dunkelhaarige mit rund 100 000. Dafür sind die der Blonden in der Regel feiner.

Gut 12 bis 15 Zentimeter wächst ein Haar im Jahr, nach rund sechs bis sieben Jahren fällt es aus. Die Haare bekommen im Laufe ihres Lebens so einiges ab: Sie werden gekämmt, gestylt, festgesteckt und in Gummis gepresst, im schlimmsten Fall gefärbt und gewellt. Sonne, Wind, Eiseskälte, dicke Schwaden Haarspray, sonstige Pflegeprodukte und zu  heiße Föhnluft können das Haar beschädigen.

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Je länger das Haar, desto mehr Pflege braucht es. Friseurmeister geben gern Tipps.

«Den Fön nie heißer machen als man es am Handgelenk verträgt», rät Friseurmeister Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure Deutschland.  Die meisten Haartrockner haben eine Mehrstufenschalter, um die Wärme individuell verträglich zu regulieren. Vom Föhnen mit kalter Luft hält Antonio Weinitschke vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks nichts. «Es würde ewig dauern, bis die Haare trocken sind, und sie lassen sich nicht formen.» Stattdessen empfiehlt der Friseurmeister, gezielt mit einer Düse und in Wuchsrichtung der Haare zu föhnen. Dann wird die Schuppenschicht nicht aufgeraut. Dagné rät hingegen, nur den Haaransatz zu föhnen und Längen und Spitzen an der Luft trocknen zu lassen. «Unbedingt vor dem Föhnen Hitzeschutzspray auftragen», fügt er hinzu.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) rät zum Beispiel zu Haferflocken, Champignons, Eigelb, Sojabohnen und Leber. Sie enthalten Vitamin H, das beim Aufbau von Keratin hilft, was ein Hauptbestandteil der Haare ist. Daneben beeinflussen vor allem Vitamin B, Eisen, Kalzium und Eiweiß den Haarwuchs.

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