Besser vernetzt: Bosch kauft „Übersetzer“

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Die Bosch Software Innovations GmbH, eine hundertprozentige Bosch-Tochter, plant die Übernahme von ProSyst. Entsprechende Verträge wurden in Stuttgart unterzeichnet. ProSyst beschäftigt rund 110 Mitarbeiter in Köln und Sofia (Bulgarien). Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung sogenannter Gateway-Software und Middleware für das Internet der Dinge spezialisiert, die das Zusammenspiel vernetzter Geräte in den Bereichen Smart Home, Industrie 4.0 oder vernetzter Mobilität erleichtern. Zu den Kunden des Unternehmens zählen führende Geräte- und Automobilhersteller, Chipanbieter sowie Telekommunikations- und Energiedienstleister. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Software von ProSyst übernimmt die Rolle eines Übersetzers: Um in einem Smart Home verschiedene Geräte und Dinge wie Heizung, Haushaltsgeräte oder Sicherheitskamera miteinander zu vernetzen, müssen sie die gleiche „Sprache sprechen“. Dies ist insbesondere dann schwierig, wenn die Produkte von unterschiedlichen Herstellern kommen, unterschiedliche Protokolle zur Kommunikation nutzen oder keinen Zugang zum Internet besitzen. „In Verbindung mit der ‚Bosch IoT Suite‘ von Bosch Software Innovations und der Kompetenz der Bosch-Gruppe als führendem Sensorik- und Gerätehersteller können unsere Kunden Anwendungen im Internet der Dinge noch schneller einführen und neue Geschäftsfelder frühzeitig erschließen“, sagt Rainer Kallenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Software Innovations.

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