100 % Kaffee-Kult! Einzigartige Kaffee-Kompetenz.

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Hotspot für Kaffee-Liebhaber und Bartträger mit einem Faible für individuellen Genuss: Wofuha in der Lüneburger Heide.
Hotspot für Kaffee-Liebhaber und Bartträger mit einem Faible für individuellen Genuss: Wofuha in der Lüneburger Heide. ©Frank Waberseck
Mehr Kaffee geht nicht. Wenn sich am letzten Mai-Wochenende Röster, Gastronomen, Maschinenhersteller, interessierte Coffee-Freaks und Händler in der Lüneburger Heide zum Kaffee-Event „Wofuha“ treffen, dann bleibt keine, wirklich keine braune Bohne unverkostet, kein Mahlwerk und kein Siebträger unangetastet. Dort, wo sich Fuchs und Hase „gute Nacht“ sagen (es stimmt wirklich), kamen jetzt für drei Tage alle die zusammen, für die Kaffee und die Kaffeezubereitung Existenzgrundlage und Lebensinhalt ist. Was mir sofort ins Auge springt: Die Kaffee-Begeisterung bei allen Beteiligten ist förmlich greifbar, springt einen an. Man schaut in lauter fröhliche, hoch motivierte Gesichter, die Kaffee leben und lieben. Und man bekommt auf alle Fragen rund um Bohnen, Maschinen und Zubereitung kompetente wie fundierte Antworten.

Bildgalerie Wofuha 2016 ^

(Alle Fotos: Frank Waberseck)

Kaffee+ im Text

Nix Bremen oder Hamburg ^

Die „Wofuha“ ist binnen weniger Jahre zu dem wohl angesagtesten Kaffee-Event in Norddeutschland avanciert. Nix Bremen oder Hamburg. Wer Kaffee ernst nimmt, wer als Händler vielleicht auch eine Nische oder Profilierungsmöglichkeit im Thema Kaffee sucht, für den ist die Eventscheune im herrschaftlichen „Gut Thansen“ – unweit von Lüneburg – eigentlich ein Pflichttermin mit hohem Genuss- und Emotionsfaktor. Und wer es bis hierhin nach Soderstorf geschafft und gefunden hat, der bleibt. Weil die „Wofuha“ keine Mainstream-Messe für Anzugträger ist, stattdessen aber zu 100% Kaffee pur bietet: edle Siebträger in der Königsdisziplin der Kaffeezubereitung, Hightech-Vollautomaten für Bequeme (von Jura vor allem, aber auch Bosch, Siemens und Melitta), beste braune Bohnen und stilvolle Accessoires für alle, dazu lehrreiche Workshops und Seminare über die Vorzüge einer Kaffeemühle, die Wasserqualität (von BWT) für den perfekten Espresso, Espresso-Extraktion oder Tassensensorik.

Kontakte knüpfen, Netzwerke ausbauen ^

“Wir profitieren von Kunden mit Vorbildung. Dann können wir bei der Beratung in die Tiefe gehen“, Johannes Hannig.
“Wir profitieren von Kunden mit Vorbildung. Dann können wir bei der Beratung in die Tiefe gehen“, Johannes Hannig.

Rund 300 Baristi, Kaffeeröster, Gastronomen, Fachhändler und Kaffee-Junkies nutzten die Tage in der Lüneburger Heide, um Kontakte zu knüpfen, Netzwerke ausbauen und den Baristi auf die Finger schauen. Vor allem aber ist die „Wofuha“ eine exzellente Fachmesse mit einem guten Dutzend Top-Ausstellern, die einmal mehr mit Tastings und Workshops 360° Lösungen rund um die braunen Bohnen gezeigt haben. Die „Wofuha“ – veranstaltet von der Hamburger Espressopool Vertriebsgesellschaft um den kenntnisreichen Geschäftsführenden Gesellschafter Johannes Hannig – hat sich seit ihrem ersten Event im Jahr 2012 enorm weiter entwickelt und den Teilnehmer- wie Besucherkreis so erweitert, dass man von einer etablierten Messe-Veranstaltung sprechen kann. So werden von Hamburg aus gar Fahrgemeinschaften in die Lüneburger Heide gebildet, via Facebook Mitfahrgelegenheiten in das Land von Fuchs und Hase gesucht. Denn: Hier schlägt das Herz des Kaffees.

Um bei der 5. Auflage der „Wofuha“ erst gar keine Langeweile aufkommen zu lassen, gab es in diesem Jahr eine ganze Reihe an Neuerungen, wie die Präsentation des so genannten KVA Labs, eine Plattform, auf der sich „Speciality Coffee“ mit der Maschinengattung der Vollautomaten befasste. Junge Röster optimierten ihre Kaffees hin auf die Zubereitung im Vollautomaten.

Attraktiv und mit Mehr-Wert ^

Besonders interessant für Fachhändler war erneut die Präsentation von „Miomondo“, einem durchdachten Konzept zur hochwertigen Vermarktung von Vollautomaten. Eingebunden in das attraktive Mehrwertprogramm sind Top-Marken wie Jura, Bosch, Melitta oder De‘Longhi. Hinter „Miomondo“ steckt das Unternehmen Eisenjansen. Der Großhändler aus der Nähe von Köln (Geilenkirchen) ist im vergangenen Jahr mit dem Messe-Initiator Espressopool eine strategische Partnerschaft eingegangen.

Diese Partnerschaft merkt man auch in der argumentativen Nähe eines neuen Händlernetzwerkes von Kaffee- und Siebträger-Spezialisten namens „EspressoPartnerPool“ (EPP), das Johannes Hannig am Vorabend der Messe eingeladenen Handelspartnern präsentierte. Start ist am 1. Juli 2016. Hintergedanke: Einzelhändler müssen sich heute in einem stark umkämpften Markt behaupten. Dabei ist es wichtig, dass Händler ihr Kaffee-Angebot so strukturieren, das der Kunde vom Gesamtpaket überzeugt wird. Dass man neben einem fairen Preis eben auch die Leistungen und den Mehrwert, den der Kunde beim Kauf einer Kaffeemühle oder eines Siebträgers erhält, herausstellt. Hannig: „Der Aufbau eines Partner-Netzwerkes auf Basis eines selektiven Vertriebssystems wirkt sich als stabilisierender Faktor im Markt aus.“ Mehr noch: „Aus dem Netzwerk heraus ergibt sich Potenzial für Synergien. Dieses Potenzial stärkt die Wettbewerbsposition jedes Einzelnen.“

Lauter Vorteile ^

Was sind die Vorteile, die Händler im Kaffee-Netzwerk „EspressoPartnerPool“ erwarten? Hannig fasst diese unter den Überschriften „mehr Wissen“ (spezielle Workshop-Konzepte und Schulungsangebote), „starke Marken“ (wie Vibiemme, Ascaso, Eureka oder Nemox mit hierzulande exklusivem Vertrieb) und „mehr Wert“ zusammen. So erhalten Kunden, die bei EPP-Händlern ein Gerät erwerben, eine 5- Jahres-Garantie für die exklusiven EPP-Marken dazu. Hannig: „Ein perfektes Werkzeug zur Kundenbindung.“ Oder wie Klaus-Peter Reichardt, Leiter der Elektro-Hausgerätesparte bei Eisenjansen, assistierte: „Mit dieser Garantieverlängerung sichern Sie Ihre Werkstatt ab!“

Im Gespräch mit infoboard.de am Rand der „Wofuha“ kam Reichardt regelrecht ins Schwärmen: „Mit unserem Marketingverbund Miomondo und dem Kooperationspartner Espressopool wächst eine Kaffeekompetenz zusammen, wie sie in Deutschland bislang einzigartig ist.“ Auf der Haben-Seite der künftigen EPP-Händler stehen zudem die Einbindung der Mitglieder in die Marketing-Aktivitäten, Zugriff auf individualisiertes Promotion-Material sowie ein Erfolgsbonus in Form einer individuell vereinbarten Rückvergütung.

Selbstbewusst setzt man sich bei Espressopool übrigens mit dem Thema Internet, Onlinehandel und (in diesem Falle) Webrooming auseinander. Hannig: “Wir profitieren von Kunden mit Vorbildung aus dem Netz. Dann können wir bei der Beratung in die Tiefe gehen!“ Auf den Geschmack gekommen: Die nächste „Wofuha“ gibt es am 13. und 14. Mai 2017.