Hausgeräte+ Siemens Programmwahl (Bild: Hausgrät+ - Siemens)
Die Zeit ist knapp – also muss alles schnell gehen, beim Autofahren wie auch beim Waschen und Spülen. Schnell- und Kurzprogramme von Waschmaschinen oder Spülmaschinen werden gern in Anspruch genommen, wenn die Zeit drängt. Im Hinblick auf den Verbrauch gibt es eine Parallele: Wer schnell mit dem Auto unterwegs ist, verbraucht mehr Sprit. Auch die Hausgeräte brauchen im Schnellwaschgang mehr Energie, um die gleichen Reinigungsergebnisse in kürzerer Zeit zu zeigen. Keine Frage, praktisch sind die schnellen Programme – zum Beispiel wenn das Geschirr bei einer Familienfeier oder Geburtstagsparty schnell sauber werden und wieder zum Einsatz kommen soll. Die Verwendung der Kurzprogramme sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden. „Der Verbraucher hat zum Beispiel bei der Waschmaschine die Wahl, ob er besonders schnell oder besonders sparsam waschen will“, so Claudia Oberascher von der Initiative HAUSGERÄTE+. Moderne Modelle bieten zahlreiche alternative Funktionen und Programme, mit denen es sich im Alltag kostengünstiger waschen lässt als im Schnellwaschgang. Am sparsamsten sind die effizienten Eco-Programme, die aber auch ihre Zeit brauchen – oft bis zu drei Stunden. Durch die längere Laufzeit dieser Sparprogramme lassen sich andererseits niedrigere Temperaturen nutzen, denn das Reinigungsmittel hat mehr Zeit zu wirken. Extreme Kurzwäsche hingegen, die nur rund 30 Minuten dauert, kann bei der Waschwirkung nicht mithalten. Diese Programme eignen sich zum Auffrischen kleinerer Beladungsmengen. Für stark verschmutzte Wäsche ist ein Programm mit langer Laufzeit das Richtige, Kurzprogramme sind dafür ungeeignet. Auch für die Haushaltskasse ist es grundsätzlich besser, die Waschmaschine länger laufen zu lassen. „Bei längerer Waschzeit arbeitet die Maschine nur kurze Zeit auf hoher Temperatur. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie“, erklärt die Expertin von HAUSGERÄTE+. Das Ganze gilt übrigens auch für die Geschirrspülmaschine.
Moderne Wasch- und Geschirrspülmaschinen bieten noch eine Alternative zum Schnellwaschgang. Mit der sogenannten Startzeitvorwahl lässt sich vorausschauend planen: Mit dieser Funktion ist das Gerät zur vorgegebenen Zeit fertig. Der Programmbeginn kann von einer bis zu 24 Stunden vorgewählt werden – in Schritten von einer bis zu einer halben Stunde. So läuft die Maschine im Sparprogramm bequem mehrere Stunden lang und ist fertig, wenn der Nutzer beispielsweise abends nach der Arbeit nach Hause kommt. Wer die Programmvorwahl nutzen möchte, sollte allerdings ein Gerät mit Komplettschutz vor Wasserschäden verwenden. „Beim Kauf einer neuen Maschine sollten Verbraucher darauf achten, dass das Gerät ein Display hat“, erklärt Claudia Oberascher. „Dann kann man auch davon ausgehen, dass es eine Startzeitvorwahl besitzt.“ Praktisch ist auch die Anzeige der Restlaufzeit, wodurch sich das Waschen und Spülen ebenfalls besser planen lässt.
Weitere Informationen unter www.hausgeraete-plus.de
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