Thomas-Studie zeigt Defizite bei der Tiefenreinigung in deutschen Haushalten

Viele Reinigungsgeräte im Einsatz, doch Matratzen, Teppiche und Polster werden häufig vernachlässigt

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Das Wichtigste in Kürze (KI-Zusammenfassung)
  • Deutsche Haushalte besitzen durchschnittlich 4,2 verschiedene Reinigungsgeräte, wobei 90,2 Prozent mehr als ein Gerät nutzen.
  • 63,9 Prozent würden Böden, Teppiche, Polster und Matratzen häufiger tiefenreinigen, wenn nur ein Gerät erforderlich wäre.
  • 39,2 Prozent der Befragten haben ihre Matratze noch nie gereinigt; 44,9 Prozent vernachlässigen diese beim Putzen.
  • 79,4 Prozent reinigen Teppiche und Polster höchstens ein- bis zweimal jährlich feucht oder nass.
  • Nicht sichtbare Verschmutzungen wie Staub, Pollen und Milben beeinflussen das Sauberkeitsempfinden von 30,2 Prozent stärker als sichtbare Verschmutzungen.

Eine aktuelle Sauberkeitsstudie von Thomas und Norstat Deutschland zeigt, dass Haushalte durchschnittlich 4,2 verschiedene Reinigungslösungen nutzen. Dennoch kommt die Tiefenreinigung häufig zu kurz. Fast zwei Drittel der Befragten würden Böden, Teppiche, Polster und Matratzen häufiger gründlich reinigen, wenn sich mehrere Aufgaben mit nur einem Gerät erledigen ließen.

In deutschen Haushalten kommen für unterschiedliche Reinigungsaufgaben zahlreiche Geräte zum Einsatz. Während Staubsauger für Böden und Wischsauger für Hartflächen genutzt werden, sind für Polster, Teppiche oder Fenster häufig zusätzliche Spezialgeräte erforderlich. Die im Oktober 2026 veröffentlichte Sauberkeitsstudie von Thomas zeigt, wie stark die Haushaltsreinigung auf unterschiedliche Lösungen verteilt ist.

Im Durchschnitt verwenden die Befragten 4,2 verschiedene Reinigungsgeräte beziehungsweise Reinigungslösungen. 90,2 Prozent besitzen mehr als ein Reinigungsgerät, während lediglich 9,8 Prozent mit einem einzigen Gerät auskommen. Gleichzeitig sehen viele Befragte Möglichkeiten, ihre Reinigungsroutine zu vereinfachen. 63,9 Prozent würden Böden, Teppiche, Polster und Matratzen häufiger tiefenreinigen, wenn dafür nur ein einziges Gerät erforderlich wäre.

„Die Ergebnisse zeigen, dass mangelnde Sauberkeit nicht unbedingt eine Frage des Anspruchs ist. Vielmehr wird gründliche Reinigung schnell aufwendig, wenn für unterschiedliche Aufgaben immer wieder andere Hilfsmittel benötigt werden“, lautet das Fazit aus der Studie.

Matratzen werden bei der Reinigung häufig vernachlässigt

Besonders deutlich zeigt sich die Diskrepanz zwischen Sauberkeitsanspruch und tatsächlichem Reinigungsverhalten bei Matratzen. 44,9 Prozent der Befragten zählen sie zu den Bereichen, die beim Putzen schnell vergessen oder vernachlässigt werden. 39,2 Prozent geben sogar an, ihre Matratze noch nie gereinigt zu haben. Während Böden regelmäßig gesaugt oder gewischt werden, bleiben textile Flächen damit häufig außerhalb der üblichen Reinigungsroutine.

Gerade für Allergiker kann dies relevant sein, da Matratzen Hausstaubmilben beherbergen können. Laut Ausgangstext können sich dort bis zu zehn Millionen Hausstaubmilben ansammeln. Auch bei Teppichen und Polstermöbeln zeigt sich eine geringe Häufigkeit der Tiefenreinigung. 79,4 Prozent der Befragten reinigen diese Flächen höchstens ein- bis zweimal jährlich feucht oder nass. 49,4 Prozent tun dies sogar seltener als einmal pro Jahr oder überhaupt nicht.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die gründliche Reinigung textiler Oberflächen in vielen Haushalten bislang keine regelmäßige Routine darstellt.

Abflussreinigung erfolgt überwiegend bei konkretem Bedarf

Auch bei der Reinigung von Abflüssen überwiegt ein reaktives Vorgehen. 70,2 Prozent der Befragten reinigen ihre Abflüsse nicht regelmäßig vorbeugend. 38,7 Prozent werden erst aktiv, wenn das Wasser bereits langsamer abläuft. Damit zeigt sich ein ähnliches Muster wie bei der Reinigung von Matratzen, Teppichen und Polstern: Bereiche, deren Verschmutzung nicht unmittelbar sichtbar ist oder deren Reinigung zusätzlichen Aufwand erfordert, werden häufig erst bei konkretem Bedarf berücksichtigt.

Sauberkeit umfasst auch nicht sichtbare Verschmutzungen

Die Studie untersucht außerdem, welche Faktoren das Sauberkeitsempfinden der Befragten beeinflussen. Für 76,4 Prozent gehören saubere Böden und Oberflächen zu einem sauberen Zuhause. 48,1 Prozent achten insbesondere darauf, dass kein Staub und keine Tierhaare mehr sichtbar sind. Gleichzeitig spielen nicht unmittelbar erkennbare Verschmutzungen eine wichtige Rolle. 30,2 Prozent nennen Staub, Pollen und Milben als die Schmutzbelastung, die sie zu Hause am meisten stört. Damit liegt diese Kategorie vor Krümeln, Tierhaaren und Flecken.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Sauberkeitsempfinden nicht ausschließlich auf sichtbare Verschmutzungen beschränkt. Dennoch werden gerade Bereiche, in denen sich solche Belastungen ansammeln können, vergleichsweise selten gründlich gereinigt.

Multifunktionale Reinigungssysteme können den Aufwand reduzieren

Aus den Studienergebnissen ergibt sich ein möglicher Zusammenhang zwischen der Anzahl eingesetzter Reinigungsgeräte und der Häufigkeit der Tiefenreinigung. Für Thomas bestätigen die Ergebnisse den Ansatz, verschiedene Reinigungsaufgaben in einem multifunktionalen System zusammenzuführen. Geräte, mit denen sich unterschiedliche Bodenarten sowie Teppiche, Polster und Matratzen reinigen lassen, können die Zahl einzelner Arbeitsschritte und erforderlicher Gerätewechsel verringern. Dass 63,9 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben häufiger tiefenreinigen würden, wenn dafür nur ein Gerät benötigt würde, unterstreicht die Bedeutung dieses Ansatzes.

Die Studie liefert damit auch für die Elektrogerätebranche Hinweise auf die Anforderungen privater Haushalte an Reinigungslösungen. Neben der eigentlichen Reinigungsleistung kann insbesondere die Möglichkeit, unterschiedliche Anwendungen mit einem Gerät abzudecken, für die Nutzung im Alltag relevant sein.

Studiendesign und Methodik

Die Ergebnisse basieren auf einer Onlinebefragung, die Norstat Deutschland im Auftrag von Thomas durchgeführt hat. Befragt wurden 1.001 Personen im Alter von 25 bis 65 Jahren in Deutschland. Die Datenerhebung erfolgte vom 13. bis 21. August 2026 über das institutseigene Online-Access-Panel. Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht quotiert. Eine Quotierung nach Bildung oder eine nachträgliche Gewichtung erfolgten nicht.

Fragebogeninhalt und Studiendesign wurden von Thomas vorgegeben. Rekrutierung und Datenerhebung lagen bei Norstat. Die durchschnittliche Befragungsdauer betrug fünf Minuten. Die Teilnehmenden erhielten eine geringe Aufwandsentschädigung. Bei Fragen mit Mehrfachauswahl können die addierten Prozentwerte über 100 Prozent liegen.

Norstat Deutschland ist nach ISO 20252:2019 für Dienstleistungen der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung einschließlich Access-Panel-Dienstleistungen zertifiziert. Das Zertifikat ist bis zum 1. April 2028 gültig. Darüber hinaus ist Norstat Mitglied bei Esomar. Die vorgelegte Mitgliedschaftsbestätigung gilt bis Dezember 2026.

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