Die feierliche Preisverleihung fand im Münchner Haus der Kunst im Rahmen der Munich Creative Business Week 2016 statt.
Am 22. Februar verlieh Siemens erstmals den Siemens Home Appliances Design Award. Unter dem Motto „Prototyping the future – Visions of the next generation“ wurden interdisziplinäre Studententeams von vier renommierten deutschen Hochschulen eingeladen, Konzepte für die Hausgeräte der Zukunft zu entwickeln. Die Expertenjury um Gerhard Nüssler, Head of Design Siemens Hausgeräte, kürte Interaktionsgestalter Tiziano La Cascia, Produktgestalter Patrick Palau und Kommunikationsgestalter Benedikt Walther von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd für ihr Projekt „instruments.“ mit dem ersten Platz.
Das Team überzeugte durch sein Konzept einer minimalistischen Küche, in der Arbeitsplatte und kabellose, recyclebare Zubereitungswerkzeuge zu einer Symbiose verschmelzen. Für den Entwurf erhält das Siegerteam 15.000 Euro Preisgeld sowie die Möglichkeit, an der Siemens Home Appliances Mentoring-Initiative teilzunehmen.
„Das Konzept ‚instruments‘ besticht durch eine herausragende Ästhetik, die der Reduktion, dem Minimalismus, eine klare Sprache gibt. Zum anderen ist es überaus intuitiv in der Bedienung. Die Küche der Zukunft wird hier auf eine Arbeitsfläche gebannt, auf der sich der Anwender mit seinen Aktionen frei bewegen kann. Obwohl die Arbeitsweise dieser Fläche hochkomplex ist, gewährt die klare Designsprache dem User einen einfachen, fast schon selbsterklärenden Zugang zur Anwendung. All das macht das Gewinnerprojekt über kulturelle Grenzen und Generationen hinaus vermittelbar“, lobte die Jury das Siegerteam.
In einem spannenden Finale vor geladenen Gästen ging der mit 10.000 Euro dotierte zweite Platz ebenfalls nach Schwäbisch Gmünd: „eva – evolution of agriculture“ befasst sich mit dem Anbau von nährstoffreichem „Superfood“ – also besonders nährstoffreichen Nahrungsmitteln – in den eigenen vier Wänden. Das eingebaute User Interface des dreiteiligen, individualisierbaren Modulsystems hält den Nutzer stets via Augmented Reality über das Wachstum der Zucht auf dem Laufenden. Das Konzept von Tobias Albrecht, Beatrice Busch, Julian Dorn und Philipp Ries bündelt Kompetenzen aus den Bereichen Innenarchitektur, Kommunikations-, Produkt- und Interaktionsgestaltung.
Platz 3 – und damit 5.000 Euro – sicherten sich Tilo Julian Krüger, Pelle Luca Dwertmann und Marten Jahn von der Fachhochschule Potsdam für „Ambient Hob“. Der Entwurf verzichtet auf mechanische und uni-direktionale Steuerelemente in der Küche. So lässt sich die Hitzestufe des Herdes durch eine Drehbewegung des Topfes bestimmen. Die induktive Fläche kann als Arbeitsfläche sowie als Esstisch oder Ladestation für elektrische Geräte genutzt werden.
Für den Wettbewerb konnten sich interdisziplinäre Studententeams von vier renommierten deutschen Hochschulen bewerben; konkret von der Fachhochschule Potsdam, der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, der Hochschule Darmstadt und der Bauhaus-Universität Weimar. Die Aufgabe lautete, Konzepte für die Hausgeräte von morgen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand dabei der Brückenschlag zwischen Produkt- und Interaktionsdesign. „Die Gestaltung des User Interface – als der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine – ist zu einer der wichtigsten Design-Aufgaben im digitalen Zeitalter geworden. Produkt- und Interaktionsdesign müssen in den nächsten Jahren verstärkt zusammen agieren“, erläutert Gerhard Nüssler.
Für das Finale in München hatten sich zwölf Entwürfe qualifiziert. Informationen zum Siemens Home Appliances Design Award, den Preisträgern und Nominees sowie zur Mentoring Initiative erhalten Sie unter: http://www.siemens-home.com/design-award
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