Treiben die Nachhaltigkeitsstrategie von Electrolux weiter an: CEO Yannick Fierling und Elena Breda, SVP Product Strategy, Innovation, Sustainability.
„Nachhaltigkeit ist seit Langem ein Grundpfeiler der Strategie der Electrolux Group“, betont Yannick Fierling. Sie sei ein „grundlegender Wegbereiter“ des Unternehmenszwecks „Shape living for the better“. Und weiter: „Unsere Führungsrolle in Sachen Nachhaltigkeit bleibt bestehen – sie ist Teil unserer Identität.“
Diese Position wird durch internationale Ratings gestützt. 2025 erhielt die Gruppe erneut ein „A“ im CDP Climate Leadership Ranking und zählt damit zu den besten vier Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen in puncto Klimatransparenz und -performance. Zudem wurde Electrolux in das S&P Global Sustainability Yearbook 2026 aufgenommen und nimmt seit 25 Jahren ununterbrochen an der Corporate Sustainability Assessment (CSA) teil.
Die Klimabilanz 2025 fällt deutlich aus: Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen – also aus eigenen Betrieben – sanken gegenüber 2021 um 45 Prozent. Die Scope-3-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette gingen um 33 Prozent zurück. „Wir haben die Zehnjahres-Zielvorgaben der Science Based Targets initiative bereits in nur vier Jahren erfüllt“, erklärt Elena Breda.
Möglich wurde dies durch Investitionen in Energieeffizienz, den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien und eine intensivere Einbindung der Lieferanten. 97 Prozent des in den eigenen Standorten eingesetzten Stroms stammen inzwischen aus erneuerbaren Quellen, bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch liege der Anteil bei 67 Prozent. Neben der Emissionsminderung stärke dies auch die Widerstandsfähigkeit der globalen Produktionsstruktur.
Für die Elektrohausgerätebranche besonders relevant ist die enge Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Geschäftserfolg. 26 Prozent der 2025 verkauften Geräte gehörten zu den energie- und wassereffizientesten Modellen im Portfolio – sie erwirtschafteten 36 Prozent des Bruttogewinns. „Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg gehen Hand in Hand“, so Fierling.
Auch in Richtung Kreislaufwirtschaft wurden messbare Fortschritte erzielt. Recycelter Stahl und Kunststoff machten 23 Prozent der eingesetzten Materialien in der Produktion aus, mehr als 99 Prozent der Produktionsabfälle wurden recycelt oder verwertet. Der durchschnittliche Reparierbarkeitsindex stieg auf 8,5 von 10 Punkten – bereits das dritte Jahr in Folge mit einer Verbesserung. Damit setze Electrolux ein klares Signal für längere Produktlebenszyklen und zusätzliche Servicepotenziale.
Ein zentraler Hebel bleibt die Lieferkette. 86 Lieferanten nahmen 2025 an Trainings in Mexiko, Brasilien, Thailand und Ägypten teil. Mehr als 400 Audits mit rund 5.400 vertraulichen Mitarbeiterinterviews wurden durchgeführt. Für dieses Engagement wurde das Unternehmen von CDP als „Supplier Engagement Leader“ ausgezeichnet.
Parallel verschärfte die Gruppe – laut Elena Breda – ihr Material- und Chemikalienmanagement: Die Liste eingeschränkter Stoffe wurde aktualisiert, 3.500 Komponenten auf Konformität geprüft und 470 Lieferanten zu regulierten Substanzen befragt. Auch beim Thema Wasser konnte Electrolux Fortschritte vorweisen: Seit 2020 verbesserte sich die Wassereffizienz in Produktionsstätten mit erhöhtem Risiko um 24 Prozent. CDP honorierte dies mit einem A- im Bereich Water Security. Erstmals analysierte die Gruppe 2025 zudem systematisch potenzielle Biodiversitätsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Über das Kerngeschäft hinaus setze laut Yannick Fierling die Electrolux Food Foundation Impulse: „Wir sind stolz darauf, dass die Electrolux Food Foundation eines ihrer 2030-Ziele fünf Jahre früher erreicht hat und inzwischen 300.000 Kinder über nachhaltige Ernährung aufgeklärt hat“, sagt er. Bis 2030 sollen eine Million Kinder erreicht werden. Für den CEO steht fest: „Die Ergebnisse von 2025 zeigen, dass unsere Strategie messbare Wirkung für Menschen, den Planeten und das Unternehmen erzielt. Das ist eine wichtige Karte, die wir im Wettbewerb als Herausforderer spielen können.“
Nachhaltigkeit entwickelt sich damit vom Imagefaktor zum strategischen Differenzierungsmerkmal – auch und gerade im wettbewerbsintensiven Hausgerätemarkt.
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