Auf seine Kooperation konnte sich Klaus-Dieter Müller, hier mit EP-Vorstand Friedrich Sobol anlässlich der Wiedereröffnung von EP-Müller nach einer grundlegenden Modernisierung im Jahr 2016, stets verlassen.
„Wir schaffen Erlebniswelten jenseits vom Mittelmaß!“ Und: „Wir wollen, dass die Menschen bei uns Technik nicht nur sehen und anfassen, sondern erleben“, erzählte mir Müller voller Begeisterung bei unserer ersten Begegnung vor fast einem Jahrzehnt an der Brölstraße im Zentrum von Ruppichteroth. Zu einem Zeitpunkt, als noch kaum jemand vom Erlebnishandel, dem Point of Emotion sprach.
Dann kam der 5. August 2017, ein Tag, an dem die Schutzengel für Müller eine Sonderschicht geleistet haben müssen. Der heute 58-Jährige stand auf einer Leiter, um in sieben Metern Höhe einen Birnbaum zu beschneiden. Er zerrte an einem Ast, verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Ungebremst schlug er mit dem Rücken auf die Stahlkante eines Brunnendeckels auf, wurde mit dem Kopf mehrmals gegen den Boden geschleudert. Dann wurde es um ihn herum Nacht.
Was für ein Glück, dass ein Mitarbeiter von EP: Müller und ein Freund der Familie zufällig nur wenige Meter von Müller entfernt ein Servicefahrzeug begutachteten und den Sturz mitbekommen. Und was für ein Glück, dass der Freund der Familie bei der Freiwilligen Feuerwehr arbeitet, trotz des Anblicks des blutüberströmten Verunglückten die Ruhe bewahrt und alles richtig macht. Er alarmiert den Notarzt, ordert zudem einen Rettungshubschrauber.
So war professionelle Hilfe rasch vor Ort. Die Diagnose: Niederschmetternd. Ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, sämtliche Rippen der linken Körperhälfte gebrochen, zudem ein Arm- und Handbruch und zahlreiche Prellungen. „Vier Tage lang war nicht klar, ob mein Vater überlebt“, erzählte uns damals sein Sohn Tobias Müller
Müller kämpfte sich mit Optimismus und Ehrgeiz zurück ins Leben. Doch jetzt ist Schluss. „Ich habe, zumal in diesen herausfordernden Zeiten, einfach nicht mehr die Kraft, eine Herde anzuführen“, so Müller im Gespräch mit infoboard.de. Ein Nachfolger ließ sich trotz intensiver Suche und Unterstützung aus der Düsseldorfer Zentrale nicht finden. Sohn Tobias, ein gelernter Mechatroniker, der ihn aktuell beim Räumungsverkauf unterstützt, hat längst in einer anderen Branche seine Berufung gefunden.
Auf rund 300 Quadratmetern präsentierte das Team von EP:Müller Produkte und Lösungen aus den Bereichen Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT/Multimedia, Telekommunikation und Sicherheitstechnik. Über allem stand der Wunsch, die Geräte zu inszenieren, sie erlebbar zu machen, egal ob TV, Telekommunikation, Kühlschrank, Kaffee-Vollautomat oder Zahnbürste.
„Wir bedauern den Verlust eines so geschätzten Fachhändlers wie Klaus-Dieter Müller sehr. Er hat zu den engagiertesten Mitgliedern unserer Verbundgruppe gehört“, sagt ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol mit reichlich Wehmut.
Klaus-Dieter Müller trat im Juni 1997 in die Kooperation von ElectronicPartner ein. Schon zwei Jahre später (1999) wurde er Mitglied des EP:Regionalbeirats, wo er sich bis 2015 durchgängig für die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen einsetzte.
EP:Müller war zudem häufig Vorreiter in Bezug auf EP:Marketing-Aktionen, zuletzt im Jahr 2022 im Rahmen der „Einfach persönlicher“-Kampagne. Friedrich Sobol: „Wir bedanken uns bei Klaus-Dieter Müller für die sehr gute Zusammenarbeit, das langjährige Vertrauen sowie sein Engagement für die Elektronikbranche und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!“ Dem schließt sich infoboard.de gerne an. Alles Gute, lieber Herr Müller! Und, versprochen: Wir treffen uns im Sommer zum Gespräch unter Ihren Obstbäumen.
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