So hat „geplante Obsoleszens“ keine Chance!

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Geplante Obsoleszenz nennt man das Vorgehen, die Lebensdauer technischer Geräte so genau zu planen, dass sie nur so lange funktionieren wie die Gewährleistungspflicht des Herstellers währt und sich eine Reparatur nach zwei Jahren nicht lohnt. Die geplante Obsolszenz war als unbekannter Faktor ein Umsatzgarant, bis der Fernsehsender Arte mit einer Dokumentation darauf aufmerksam machte. Das sprach sich rum, passt es doch so gar nicht in die Diskussion um „Leben in Nachhaltigkeit zwecks Resourcenschonung“. Seitdem ist der Gebraucher zunehmend sensibilisiert und das Thema „forcierte Wegwerfgesellschaft“ erhitzt die Gemüter.

Auch das Gröbenzeller Traditionsunternehmen Ritterwerk will Geld verdienen mit seinen Toastern und Wasserkochern und Allesschneidern, nur eben anders. Nicht auf Kosten des Planeten und seiner Bewohner, sondern zum Wohle aller Beteiligten. Die Ritter-Geräte lassen sich allesamt einfach reparieren, die Ersatzteile sind noch Jahrzehnte auf Lager. „In unserer hauseigenen Werkstatt sind nicht selten Geräte zur Reparatur, die 20 Jahre und länger in Benutzung sind“, sagt ritterwerk -Geschäftsführer Michael Schüller. „Zudem achten wir bei Produktneuheiten darauf, dass verschiedene Baugruppen kompatibel bleiben. Verändert wird nur dort etwas, wo Verbesserungen erreicht werden können.“ Die Reparatur dauert regulär nur eine Woche, wenn der Kunde das Gerät vorbei bringt, ist es in zwanzig Minuten repariert.

Kaffee+ im Text

Wenn auch Sie die Wegwerfkultur ablehnen und lieber auf zuverlässige, langlebige Geräte setzen wollen, können Sie bereits vor dem Kauf wichtige Fragen klären:

  1. Können die verwendeten Materialien eine lange Lebensdauer gewährleisten?
  2. Bietet der Hersteller einen Reparaturservice?
  3. Über welchen Zeitraum stellt der Hersteller eine Ersatzteilversorgung sicher?
  4. Sind Verschleißteile einfach auswechselbar?
  5. Wie kundenfreundlich ist der Service?
  6. Welche Kontaktmöglichkeiten gibt es?
  7. Ist die Kontaktaufnahme über eine Festnetz- oder eine teure Service-Nummer möglich?
  8. Werden Kostenvoranschläge erstellt und sind diese kostenlos?
  9. Wie viel Zeit wird für eine durchschnittliche Reparatur veranschlagt?
  10. Lassen sich eingebaute Geräte einfach demontieren und wieder einbauen?

Hersteller sind angehalten, sich des Themas nachhaltige Produktion anzunehmen. Schüller ist überzeugt: „Letztendlich trägt ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen und ein guter Service auch zur langfristigen Kundenbindung bei.“