Severin: Umbau an Haupt und Gliedern

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Severin: Rudolf Schulte
Rudolf Schulte hat die Weichen für die Zukunft seines Unternehmens gestellt.

Severin hat sich in den vergangenen zwei Jahren zwar nicht neu erfunden, aber immerhin fast. Das gilt für die Finanzausstattung des Traditionsunternehmens aus Sundern im Sauerland ebenso wie für die jüngsten, richtungsweisenden Änderungen in Sachen Vertriebsstrategie, Top-Personal und natürlich die Produkte. Zeugnis des neuen Selbstbewusstsein war nicht zuletzt der gelungene Ambiente-Auftritt auf deutlich vergrößerter Standfläche.

Schneller und effizienter

Um schneller, flexibler und effizienter auf die veränderten Kundenanforderungen zu reagieren, hat Severin bereits zum 1. Januar 2015 seine Vertriebsstruktur umgebaut. Die Veränderungen sollen ein schnelleres Wachstum des Familienunternehmens ermöglichen.

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Ab sofort ist der inländische Vertrieb in drei Gruppen untergliedert:

  • Fachmärkte, LEH und Hartwarendiscounter
  • Onlinehandel, Großhandel und Projektkunden
  • Warenhäuser, Fachhandel, Kooperationen und Einrichtungshandel.

Die neue Struktur spiegelt sich bei den Verkaufsleitern und im Innendienst wieder, um „bestmögliche Synergien“ zu erzielen.

Die Zukunftsmärkte

Auch im Export wurde eine neue Vertriebsstruktur implementiert. Neben dem Ausbau des bisherigen Auslandsgeschäfts in Europa gilt es, die Marktdurchdringung auszubauen sowie – durch eine neu geschaffene zweite Export-Unit – neue Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika optimal zu betreuen. Schon heute beträgt der Exportanteil bei Severin fast 50 % und nimmt seit Jahren stetig zu. Insbesondere auf den Zukunftsmärkten in Asien und Südamerika sieht Severin gute Chancen, seine Produkte zu verkaufen.

Gestellt wurden jetzt auch die Weichen zur Fortführung des Familienunternehmens und der zukünftige Einstieg der fünften Generation: Die Familie des geschäftsführenden Gesellschafters Rudolf Schulte hat sämtliche Anteile am Familienunternehmen vollständig übernommen. Zusätzlich wurde eine „namhafte deutsche Unternehmerfamilie ausgewählt“, um durch Übernahme einer Minderheitsbeteiligung die Eigenkapitalbasis deutlich und nachhaltig zu stärken. „Mit der auf eine langjährige Zusammenarbeit ausgelegten Partnerschaft erhöhen wir die Innovationskraft des Unternehmens“ so Rudolf Schulte.

James, Ralf und Christoph

Pate dafür steht die zur „Ambiente“ vorgestellte Multifunktions-Küchenmaschine „James“ – infoboad-Leser kennen sie schon seit Mitte Januar -, die mit dem „Plus X“-Award in den Kategorien Qualität, Design, Bedienkomfort und Funktionalität ausgezeichnet wurde und mit einem durchdachten Kommunikationskonzept überrascht.

„Ein wichtiger Baustein in der Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie ist die einheitliche Vertriebsführung aller Markenprodukte von Severin“ erläutert Rudolf Schulte den neu eingeschlagenen Kurs des Unternehmens. Ralf Wietek, seit Januar 2014 als geschäftsführender Gesellschafter der neu gegründeten Severin Floorcare GmbH innerhalb der Unternehmensgruppe tätig, hat nun die Verantwortung für den gesamten Markenvertrieb. Wietek war zuletzt maßgeblich an der Markteinführung eines eigenständigen Bodenpflegesortiments beteiligt. In neuer Funktion ist er für den Inlands- und Auslandsvertrieb aller Markenprodukte zuständig. Vor seinem Engagement bei Severin arbeitete Wietek im Vertrieb bei Dirt-Devil, Hitachi, Dyson und Bang & Olufsen. Bei Severin wird er von zwei Verkaufsleitern für das Exportgeschäft und drei Verkaufsleitern für das Inlandsgeschäft unterstützt, die direkt an ihn berichten.

Und was wird mit Christoph Steinkuhl, der die Funktion bislang inne hatte? Er soll sich im Rahmen der Neuorganisation mit seinem umfassenden Beschaffungs-Know -how – „als wichtiger Bestandteil der Valuestrategie“ – seiner Leitungsfunktion des Gesamteinkaufs und „anderen Aufgaben innerhalb des Unternehmens“ widmen – klingt ein wenig diffus und unbestimmt.