Severin: Steinkuhl guckt in die Röhre

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Christoph Steinkuhl
Christoph Steinkuhl

„Was wird mit Christoph Steinkuhl“, fragte infoboard.de bereits vor vier Wochen, nachdem Severin bekannt gab, dass Ralf Wietek im Zuge der eingeleiteten Neuorganisation zum 1. März diesen Jahres die Verantwortung für den gesamten Markenvertrieb des Unternehmens übernommen hatte. Er solle sich im Rahmen der Neuorganisation mit seinem umfassenden Beschaffungs-Know-how – „als wichtiger Bestandteil der Valuestrategie“ – seiner Leitungsfunktion des Gesamteinkaufs und „anderen Aufgaben innerhalb des Unternehmens“ widmen, hieß es vor Monatsfrist. „Nach einer adäquaten Verwendung wird noch gesucht“, mutmaßte infoboard.de. Diese wurde offenbar nicht gefunden. Denn Steinkuhl, bisheriger Gesamtleiter Vertrieb & Einkauf an der Röhre in Sundern, verlässt Severin morgen „auf eigenen Wunsch“. Über die Gründe muss man gar nicht spekulieren, die liefert Severin gleich mit: Unterschiedliche Auffassungen über die durchgeführte organisatorische Neuausrichtung des Unternehmens.

„Wir danken Christoph Steinkuhl für die geleistete Arbeit und den hohen Einsatz mit dem er maßgeblich dazu beigetragen hat, die Weichen für die weitere Stärkung der Marke Severin und die Umsetzung der zukünftigen Valuestrategie zu stellen“ so der Geschäftsführende Gesellschafter Rudolf Schulte. Lang hielt es Steinkuhl im Sauerland indes nicht aus, nach gerade einmal 15 Monaten ist nun Schluss. Der 52jährige gilt als Top-Einkäufer, arbeitete vor seiner Station bei Severin rund 17 Jahre bei Tchibo als Einkaufschef des Kaffeerösters. Zuvor war Steinkuhl Prokurist und Einkaufsleiter der Einkaufskooperation Nürnberger Bund und Nonfood-Chef der Supermarktkette Tegut.

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