Noch ein Umzug: LG vom Rhein an den Main

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Nach den Mitarbeitern von Grundig muss nun auch die LG-Deutschland-Belegschaft die Koffer packen und den Möbelspediteur bestellen. LG Electronics verlagert das im Raum London gelegene europäische Headquarter zusammen mit der derzeit in Ratingen bei Düsseldorf ansässigen deutschen Niederlassung in den Raum Frankfurt. Für alle Mitarbeiter, die dazu bereit sind, mit dem Unternehmen vom Rhein an den Main umzuziehen, bleiben die Arbeitsplätze bestehen.

Als neues regionales Headquarter wurde der Raum Frankfurt ausgewählt, weil Deutschland neben einem starken Konsumentenmarkt wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in den Bereichen Digital Signage, Solar, Lighting und Automotive bietet. Zudem verfügt Deutschland durch seine zentrale Lage in Europa über die besten Transportverbindungen sowie eine herausragende Infrastruktur, sodass die europäischen Mitarbeiter ihre Märkte noch näher bedienen können. Die deutsche Niederlassung wird ebenfalls nach Frankfurt verlegt, um dort Services zu bündeln und weitere Dienstleistungen anbieten zu können.

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„Wir sind davon überzeugt, dass Deutschland LG die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft bietet“, erklärt Wayne Park, Präsident des Europageschäfts von LG. „Der Markt für Unterhaltungselektronik ist unberechenbar und unterliegt einem ständigen Wandel. Die Sektoren B2B, Energie und Automotive hingegen wachsen und dehnen sich weiter aus. In all diesen Bereichen, in die wir in den kommenden Jahren erheblich mehr Ressourcen investieren werden, ist Deutschland neben einem großen Konsumentenmarkt sehr stark.“

Der Umzug wird sich über mehrere Monate hinziehen. Der neue Geschäftssitz in Frankfurt soll bis zum Jahresende eröffnet werden. Pikanterweise war LG Deutschland erst im November 2011 vom linksrheinischen Willich ins rechtsrheinische Ratingen in unmittelbarer Flughafennähe umgezogen. Laut Rheinischer Post (Stadtausgabe Düsseldorf) war die Kommune bei der Ansiedlung behilflich. Zwei Straßenzüge wurden saniert, das Verkehrsunternehmen Rheinbahn verbesserte seine Anbindung an den Flughafen-Fernbahnhof Düsseldorf. Von dem erneuten Umzug sind jetzt alleine in Ratingen 440 Mitarbeiter betroffen.