Media-Saturn rasiert Redcoon

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So richtig Sinn macht redcoon schon länger nicht mehr, seitdem Media-Saturn spät, aber nicht zu spät den Online-Handel entdeckt hat und in der Branche binnen kurzer Zeit Standards in Sachen Multichannel gesetzt hat. Da war der Rotstift bei redcoon letztlich nur eine Frage der Zeit.

Nach Informationen des Newsletters neuhandeln.de vom 6. Oktober verabschiedet sich die MSH von redcoon jetzt in gleich fünf Ländermärkten auf einmal. Vor dem Aus sollen die Online-Shops in Belgien, den Niederlanden und Österreich sowie in Spanien und Portugal stehen. Wann genau die fünf Länder-Shops in  jeweiliger Landessprache schließen steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Damit bliebt der Online-Pureplayer redcoon, der von der MSH 2011 übernommen wurde, neben Deutschland nur noch in Polen und Italien am Markt.

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Die Übernahme von redcoon erfolgte vor fünf Jahren mit dem Ziel, die damals noch im Dornröschenschlaf vor sich hin dümpelnden Online-Aktivitäten der Media-Saturn-Gruppe als Ganzes voranzutreiben. Anfang 2011 war aber alles andere als klar, wer am Ende die Nase vorn haben könnte. Insbesondere die letzten beiden Jahre haben dann aber gezeigt, dass die Kombination aller Vertriebskanäle das ideale Modell für Media-Saturn-Gruppe ist.

Da bleibt für redcoon wenig Platz, zumal sich die Kunden-Zielgruppen immer mehr überschneiden. Und während das Online-Geschäft bei Media-Markt und Saturn brummt, gehen die Internet-Umsätze beim Online-Pureplayer redcoon kontinuierlich zurück, nicht zuletzt forciert auch dadurch, dass man vom Graumarkt mittlerweile die Finger lässt.