Gesund kochen trotz Hartz IV?

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Wochenmärkte sind eine preiswerte Alternative zu Discountern. (Bild: Gabi Eder, pixelio.de)

Meine Gesundheitsberatung zeigt es mir immer wieder: In vielen Gesprächen wird auf die Frage nach den Gründen, warum man nicht gesund kocht, neben zu wenig Zeit, zu wenig Wissen und zu wenig Durchhaltevermögen auch immer wieder angeführt: „Gesunde Sachen sind teuer, dafür hab ich kein Geld.“

Ich halte dann dagegen, wer heute nur Fertigfraß mit Zusatzstoffen und Aromen kauft, weil es billig ist, muss sich nicht wundern, wenn er später richtig viel Geld  für Medikamente gegen seine diversen Krankheiten haben muss. Dann doch lieber mit der richtigen Ernährung vorsorgen: Auch im Discounter gibt es eine Gemüse- und Obsttheke, die preiswerte Ware der Saison anbietet, und die vorhandene Tiefkühltruhe lässt auch die Entscheidung offen, ob nun Tiefkühlpizza oder Tiefkühlgemüse in den Einkaufswagen wandert. Man kann auch gern mal einen Blick auf die Einkäufe 80jähriger Omis werfen: Die Kriegsgeneration weiß immer noch, wie man gut mit frischen Produkten wenig Geld kocht.

Kaffee+ im Text

Aber ich stehe mit meiner Meinung Gottseidank nicht allein. Auch Starkoch Jamie Oliver hat sich jüngst mit der Behauptung unbeliebt gemacht, wer angebe, kein Geld für gesundes Essen zu haben, sei im Grunde nur zu faul zum Kochen. Zum Beweis gibt es ein Video von einem Wettstreit zwischen einer Hartz-IV-Empfängerin und einem Gourmetkoch. Es zeigt auch: Kochen muss man können. Und wer arm ist, dem fehlt nicht nur  das Wissen,  sondern auch die Kreativität.

Zum guten Kochen gehören auch die richtigen Werkzeuge. infoboard.de bietet hier einen großen Überblick.