EK/servicegroup: Mit Mut neue Wege gehen

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Martin Wolf, Vertriebsleiter Hausgeräte bei EK/servicegroup
Martin Wolf, Vertriebsleiter Hausgeräte, präsentiert voller Stolz das „Sparbuch“ für exklusive Preisvorteile

Kaum von der Messe EK Live aus Bielefeld zurück, lag ein dicker Umschlag im Briefkasten. Dieser war voller Informationen zu den Themen „Vernetztes Heim“, Digitale Preisauszeichnung, Beacons sowie Digitalstrom. Ferner lag ein Kalkulationsschema bei, das explizit aufzeigte, wie richtig gutes Geld mit 0%-Finanzierungen verdient werden kann.

Die Zusendung war das Resultat einer „Guided Tour.“ An allen Punkten meines Rundgangs im Bereich „comfort“, die mich besonders interessierten, wurde sofort der entsprechende EAN Code gescannt und meinem „Informations-Warenkorb gutgeschrieben. Nichts soll mehr in Vergessenheit geraten! Auch nicht die tollen Angebote für Groß- und Kleingeräte. Die waren alle in einem „Sparbuch“ zusammengefasst – natürlich in roter Farbe und in dem gewohnt handlichen Format eines „Sparkassenbuchs. So zu sagen – „erlerntes Sparen“, in diesem konkreten Falle durch exklusive Preisvorteile beim Wareneinkauf.

Kaffee+ im Text

Frage des Wie

Die „Guided Tour“ ist nur ein Beispiel, wie sich die EK und ihre Mitglieder neu erfinden. Ach ein neu entwickeltes Webshop-Modul, das ideal in die Online-Lösung „myWeb“ integriert werden kann und so als verlängerte Ladentheke dient, unterstreicht das EK Motto „Begeistert handeln!. Ein vorselektiertes Online-Sortiment und die Möglichkeit, eCommerce-Bestellungen direkt an die Endkunden aus dem EK-Lager – Stichwort Dropshipping – zu bedienen, runden das Online-Konzept ab. Franz-Josef Hasebrink überzeugt: „Wenn es die Idee der Verbundgruppe noch nicht gegeben hätte, hätte sie für eine Internetplattform erfunden werden müssen. Wir leisten hier Dinge, die aufgrund seiner Größenordnung, ein einzelner mittelständischer Händler gar nicht in Gang setzen kann.“

Multichannel hat nach Ansicht von Hasebrink beste Chancen.“ Die Basis dafür“, so der Vorstandsvorsitzende der EK/servicegroup, „ist die stationäre, regionale Präsenz, die Basis ist auch ein Stück weit die kulturelle Einbindung der Unternehmerfamilie und des Unternehmens in die Region. Und wenn wir das kombinieren mit professioneller Kommunikation über das Internet – das „WorldWideWeb“ ideal nutzen als professionelles Kommunikationsmittel für den regionalen Markt, Richtung regionale Stammkunden, dann haben wir riesige Chancen, nicht nur uns gut zu entwickeln, sondern auch das Terrain, das heute Pure Player zum Teil besetzen, wieder zurück zu holen.“

Individualität, Inspiration, Interaktion

Aus Hasebrinks Sicht sind es drei Faktoren, die den inhabergeführten, mittelständischen Handel der Zukunft prägen. Zum einen der Baustein Individualität. „Wir glauben“, so der erfahrene Handelsmanager, „dass bei aller Technisierung der Welt vom Smartphone bis sonst was, der persönliche Kontakt von Mensch zu Mensch durch nichts zu ersetzen ist.“

Hinzu kommt der Faktor Inspiration. Nach Hasebrink sollte sich der mittelständische Handel auf ein „Mehr an Emotionalität, auf ein Mehr an Kreativität und auf ein Mehr an Service konzentrieren.“

Der dritte Aspekt Interaktion soll den EK-Mitgliedern helfen, den „professionellen Sprung in die neue mediale Welt zu schaffen“. Dazu Hasebrink „Ich glaube nicht, dass traditionelle Werbeformen wie z Bsp. Flyer eine gute Zukunft haben.“

„Der Fachhandel hat durchaus Zukunft, wenn wir ihn neu erfinden“, fasst Hasebrink seine Überzeugung zusammen und fügt entschlossen an: „Wir haben uns entschieden, die Chancen zu sehen.“ Fundament, die Chancen auch aufgreifen zu können, ist eine finanziell stabile Kooperation. Dazu die erfreuliche Botschaft: Der Umsatz der EK/servicegroup eG konnte zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 1,326 Milliarden Euro gesteigert werden.