EK/servicegroup: Hinter dem Horizont geht’s weiter …

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Wilhelm Behrends, EK-Aufsichtsratsvorsitzender, Vorstand Bernd Horenkamp und Vorstandsvorsitzender Franz-Josef Hasebrink (v.li.) heißen ihre neue Vorstandskollegin Susanne Sorg herzlich willkommen. Sorg beging zu Beginn des EK-Unternehmerkongresses gerade mal ihren neunten Arbeitstag.
Wilhelm Behrends, EK-Aufsichtsratsvorsitzender, Vorstand Bernd Horenkamp und Vorstandsvorsitzender Franz-Josef Hasebrink (v.li.) heißen ihre neue Vorstandskollegin Susanne Sorg herzlich willkommen. Sorg beging zu Beginn des EK-Unternehmerkongresses gerade mal ihren neunten Arbeitstag.

Am Vortag der Messe EK Home fand bereits Mitte September – das hat schon Tradition – der EK Unternehmerkongress im Bielefelder Ringlokschuppen statt. In seinem Grußwort rief Franz-Josef Hasebrink den rund 400 Teilnehmern zu: „Befreien Sie sich vom Gestrüpp des Alltags und lenken Ihre Blicke auf neue Horizonte.“ Der Vorsitzende der EK/servicegroup plädierte zugleich „weniger die Probleme zu sehen, sondern mehr die Chancen, die sich auftun.“

Doch die Handelswelt stellt sich nicht nur rosig dar, denn ansonsten hätte die EK nicht das Motto „Der Einzelhandel hat’s verdient! – Neue Impulse für mehr Geld in der Kasse“ gewählt. Mit den Worten „Das Herz des Handels schlägt nach wie vor in den Fachgeschäften vor Ort. Aber bei vielen Händlern bleibt bei allem Einsatz am Ende des Tages zu wenig übrig. Das Schlüsselwort heißt hier Wertschöpfung“, verdeutlichte Hasebrink die Problematik, die nicht nur seine EK-Mitglieder tangiert.

Kaffee+ im Text
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Bildgalerie EK Home

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Gilt auch für EKler: „Wir schaffen das!“

Für das Kreieren von Wertschöpfung, dafür steht der EK-Unternehmerkongress mit einem fulminanten, unternehmerischen Fitnessprogramm, das der Motivations- und Veränderungsexperte Ilja Grzeskowitz einläutete. Sein Thema: „Zukunft denken – erfolgreich handeln: Wie sich die Beweglichkeit im Kopf auszahlt“

Unser ehemaliger Tennisstar Boris Becker hat sein Erfolgsrezept einmal wie folgt preisgegeben: „Wenn Du ein Match auf dem Platz gewinnen willst, musst Du es vorher tausendmal im Kopf gewonnen haben.“ Und auch Grzeskowitz macht deutlich: „Unternehmen ändern sich nur, wenn der Mensch dahinter sich verändert.“ Doch wie schafft man es aus der so genannten Komfortzone, wie gelingt es einem, seine Denkblockaden und Glaubensätze – schlimm sind nur unsere Gedanken im Kopf – ad acta zu legen? Als Lösungsansatz gab Grzeskowitz dem Auditorium einen 4-Punkte-Plan mit auf den Weg: wählen, wagen, wollen und wiederholen. Ein Leitfaden für gelebte Veränderungskultur, verbunden mit der Affirmation „Wir schaffen das – AuJa!“

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Service – knallharter Wirtschaftsfaktor

Für intelligente, zielgerichtete Servicekonzepte plädierte Sabine Hübner. Die Expertin für die Thematik Service macht deutlich: „Gefordert ist eine Servicekultur. Diese muss Bestandteil des Unternehmens sein. Im Übrigen, Service ist eine Frage der Haltung“, so Hübner und zeigte auf, warum Service von so elementarer Bedeutung ist. „Produkte gibt es zuhauf, daher schafft nur die ergänzende Dienstleistung den entscheidenden Unterschied“, ist sich die Fachfrau sicher.

Aber welchen Service benötigen die Kunden des jeweiligen Händlers? Hierzu gilt es, mögliche Engpässe der Konsumenten herauszufiltern, um dann mit der entsprechenden „Plus-Leistung“ zu punkten. Hilfreich dabei auch die Fragestellung: Wofür stehen wir und wofür nicht? Hübner weiter: „Wir brauchen die besten Mitarbeiter dieser Welt, Profis mit Empathie auf der Beziehungsebene. Denn jeder Kundenkontakt entscheidet, ist ein knallharter Wirtschaftsfaktor.“

Konzepte wie man zu aussagekräftigen Unternehmenszahlen kommt und ganz nebenbei seinen Gewinn erhöht, hatte Dark Nagel im Gepäck. Der Geschäftsführer der der EK nahestehenden Beratungsgesellschaft WSG machte mit den Worten „Gewinn ist unsere Existenzgrundlage“, die Bedeutung von Geschäftsmodellen und deren permanente Überprüfung deutlich. Nagels Credo knapp und prägnant: Kosten im Griff, die Zukunft im Blick, dann rechnet sich auch Einzelhandel.“ Seine Expertise macht Mut: Durch die Optimierung von Prozessen, bekomme man in 95% aller Fälle die Geschäftsmodelle in den Griff.“

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Impulsgeber: World Café

Neue Impulse versprach sich die EK mit dem neuen Format „World Café“. Bei Flying Lunch und gezieltem Networking im speziellen World Café-Zelt versammelten sich Vordenker und viel Erfahrung, um Lösungen für anstehende Herausforderungen zu finden, aber auch um gänzlich neue Wege aus zu kundschaften.

Am Nachmittag heiß es dann „EK meets Euretco.“ Wie bereits in diesem Frühjahr berichtet, hat EK sich bei der niederländischen Verbundgruppe mit 75% beteiligt. Unter dem Motto „Andere Länder, andere Händler: Was wir von einem Blick über den Tellerrand lernen können“, gab es einen regen Erfahrungsaustausch. Die Leitungsvielfalt des holländischen Partners speziell in den Bereichen Mode und Sport lassen neue attraktive Cross-Selling-Ansätze erkennen. „Mit dem Engagement bei Euretco verbindet die EK die Zielsetzung“, so Hasebrink, „sich zu einer europäischen Plattform für den europäischen Handel weiterzuentwickeln.“

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Leidenschaften erleben

Und auch das hat Tradition: Abends wurde kräftig gefeiert: 90igster Geburtstag der EK sowie die Passion Star-Gewinner waren gebührender Anlass. Im Rahmen der „Passion Night“, die die Gäste in die „Goldenen Zwanziger“, dem Zeitalter des Jazz, Blues und Charleston und somit in die Gründerzeit der EK entführte, wurden dann die Gewinner bekannt gegeben.

Mit Passion Stars zeichnet die EK Unternehmer aus, die ihre Kunden im harten Wettbewerb mit ganz besonderen Leistungen überzeugen und mit leidenschaftlichem Engagement begeistern. Bereits Anfang Juli hat eine unabhängige Jury aus Wissenschaft, Handel, Wirtschaft und Medien in Bielefeld die Vielzahl der Bewerbungen intensiv auf Herz und Nieren geprüft und 30 davon in die engere Wahl genommen. Dabei wurden von den sechs Juroren so wichtige Aspekte wie emotionale Wirkung, Nachhaltigkeit, Qualität, Unternehmenskultur, Einzigartigkeit, Glaubwürdigkeit und Lebensart bewertet.

Die „Passion Stars 2015“ gingen an die Unternehmen:

  • Erkmann, Ascheberg: Leidenschaft für und mit Multichannel
  • Homann schenken-kochen-wohnen, Dülmen: Leidenschaft durch Authentizität
  • Santel, Fürstenau-Schwagstorf: Leidenschaft mit System
  • Löffler, Menke & Koch, Eutin: Leidenschaft durch Kontinuität
  • Spiele Max, Berlin, Leidenschaft durch Kundenbegeisterung (Publikumspreis)

Die Gewinner der Passion Stars haben bewiesen, dass der Handel es verdient hat, zu verdienen. Die Preisträger haben somit das Motto des Unternehmerkongresses mit Leben erfüllt. Hasebrink auf der anschließenden Pressekonferenz zur EK Home: „Der Tag hat gezeigt, wie unternehmerische Kraft in der Lage ist, Marktgesetze zu brechen.“