E-Commerce 2014: Erste Sättigungstendenz – aber Elektro wächst

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Chart PwC Düsseldorf Studie „Total Retail 2015“ : Konsumenten kaufen nur manche Produkte regelmäßig online ein
Chart PwC Düsseldorf Studie „Total Retail 2015“ : Konsumenten kaufen nur manche Produkte regelmäßig online ein

Dieser Tage hat die Beratungsgesellschaft PwC, Düsseldorf, die Studie „Total Retail 2015“ vorgestellt. Basis dieser Marktanalyse sind nach Angabe von PwC über 1.000 befragte Onlinekäufer in Deutschland. Die nachfolgenden Ergebnisse, einem komprimierten Extrakt, entstammen dieser Recherche.

So stellt PwC fest, dass der Anteil der Konsumenten, die lieber im Internet als im Geschäft einkaufen, nicht mehr in allen Produktkategorien wächst. Darunter befindet sich auch das Segment Unterhaltungselektronik. Waren es im Vorjahr noch 62 Prozent, die vorzugsweise online Unterhaltungselektronik kauften, so schrumpfte dieser Wert um 2 Prozentpunkte auf aktuell 60 Prozent. Die PwC-Experten schließen daraus eine erste Sättigungstendenz, die sich insbesondere bei Branchen zeige, die sehr früh hohe Onlineanteile aufwiesen. Neben Unterhaltungselektronik gehören zu den sogenannten „Reifen Segmenten“ Bücher, Musik und Filme.

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Ganz anders stellt sich das Marktgeschehen bei Haushaltsgeräten dar. Obwohl der E-Commerce-Anteil dieser Produktkategorie in den letzten drei Jahren um jeweils 28 Prozent anstieg, habe diese ihr Online-Potential noch nicht ausgeschöpft. Nach Ansicht der PwC-Marktforscher wird der Online-Anteil bei Hausgeräten weiter steigen, wenn auch nicht mehr in dem Ausmaß wie in den letzten Jahren.

Chart PwC Düsseldorf Studie „Total Retail 2015“ : Die Vorliebe für den Onlinekauf stagniert in den Pioniersegmenten
Chart PwC Düsseldorf Studie „Total Retail 2015“ : Die Vorliebe für den Onlinekauf stagniert in den Pioniersegmenten

Die Studie zeigt ferner, dass es für Konsumenten keine Grenzen mehr zwischen dem Einkauf im Geschäft und im Internet gibt. Sie kombinieren einfach nach Belieben, so die Umfragewerte. 62% der Befragten gaben an, bereits gezielt nach Produkten im Geschäft gesucht, sprich Showrooming betrieben, dann aber doch im Internet gekauft zu haben.

Die wichtigsten Gründe dafür:

  • die Preise im Internet waren besser (87%)
  • sie Produkte sehen, anfassen oder ausprobieren wollten (75%)
  • das erwünschte Produkt im Laden nicht verfügbar war (43%)
  • es bequemer war, sich das Produkt liefern zu lassen (38%)
  • sie gezielt die Beratung vom Ladenpersonal suchten (28%)

Doch auch das Webrooming ist bei den Konsumenten höchst beliebt. 64% der Befragten haben der Studie zufolge bereits gezielt im Internet Produkte recherchiert und diese dann im stationären Handel gekauft.

Die entscheidenden Gründe dafür:

  • sie wollten die Produkte sehen, anfassen oder ausprobieren (55%)
  • sie wollten im Internet vorab Produktbewertungen lesen (47%)
  • sie wollten Preise mit denen der Konkurrenz vergleichen (47%)
  • sie wollten Versandkosten bzw. Liefergebühren sparen (46%)
  • es bequemer war, das Produkt sofort zu haben, statt auf die Lieferung zu warten (46%)

Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC-Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa fasst zusammen: „Für viele Händler steht schon längst nicht mehr zur Diskussion, ob sie die Onlinewelt in ihrer Geschäftsstrategie verankern. Die Frage ist nur: Wie?“ Die kostenlose PwC-Studie mit allen Analysedaten gibt es hier.