Das hat Stil: Kochen mit Solaröfen im Senegal

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Solaröfen für Senegal
(Bild: Fotograf leider unbekannt)

Im Rahmen eines Projekts der ‚Global Environment Facility (GEF) gab es auf der senegalesischen Insel Fadiouth rauchfreie Solarkocher zu kaufen. Der Preis tendiert normalerweise zwischen 100 und 130 Dollar, die monatliche Rate lag hier in diesem Projekt bei 20 US-Dollar. Unter den 60 Frauen, die sich einen solchen Kocher leisten konnten, war auch Marie-Antoinette Satine Ndong. Sie holt jetzt jeden Tag ihren einen Meter langen und 50 cm breiten, doppelt verglasten und wärmeisolierten Kocher raus und stellt ihn in die Sonne, wenn es Zeit ist, für die Family zu kochen. Das Kochen mit Sonnenstrahlen dauert zwar länger, hat aber dafür den Vorteil, dass im Topf so schnell nichts anbrennt.

Die umweltfreundlichen Solaröfen waren in dem westafrikanischen Land in den 1980er Jahren von dem Lehrer Abdoulave Touré entwickelt worden, um Wasser zu entkeimen. Den Herd, der eine Temperatur von bis zu 130 Celsius erreichen kann, ließ Touré patentieren. Der Solarkocher stellte sich in den 80er Jahren als sinnvolle Alternative zu den traditionell mit Holz oder Holzkohle befeuerten Kochgelegenheiten und als Möglichkeit heraus, die senegalesischen Wälder zu schützen. Sein Revival käme heute zur rechten Zeit, um zu verhindern, dass die Einwohner nach Subventionsstopp für Butangas wieder zur Holzkohle zurückkehren. Mehr dazu lesen Sie hier.

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