Bauknecht oder was erst auf den zweiten Blick zusammen gehört …

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Bauknecht
Diskussionrunde mit Karen Webb, KP Kofler, Sonja Kiefer und Vladimir Cherevko. (Foto: Sabine Brauer)

Die Kombination aus Mode und Wäschepflege ist nicht neu: Miele inszeniert alle Jahre wieder zur IFA in Berlin seine Highlights aus der Waschküche mit Stardesigner-Auflauf auf dem Catwalk in Halle 2, die AEG steht bei diesem Thema kaum nach. Man muss in der Hausgeräte-Branche also schon eine Schippe drauflegen, um aufzufallen: Bauknecht tat dies jetzt, wählte die Eventlocation Upside East im Münchner Osten – pikanterweise auch von der BSH für das jährliche Pressegespräch genutzt – nahm Modedesignerin Sonja Kiefer und Caterer KP Kofler unter Vertrag, steckte alles in die große (Wasch)trommel – und heraus kam der Event „Fashion meets Food“.

Lassen wir zu diesem „noch nie dagewesenen Rahmen“ die PR-Prosa des Unternehmens sprechen: „Ein internationales Lifestyle-Event mit exklusiver Catwalk-Show, starbesetzter Expertendiskussionsrunde und einer nur für diesen Anlass kuratierten Ausstellung.“ Mehr geht wohl nicht und so ging es denn auch hoch hinaus in den zehnten Stock der Top-Location. Bauknecht muss sich also tüchtig anstrengen, um angesichts der (medialen) Aufmerksamkeit der BSH, Miele oder AEG auch nur ansatzweise wahrgenommen zu werden. Aber im Whirlpool Konzern hat Bauknecht mit Viola Linke als Head of Marketing Bauknecht Brand eine agile Fürsprecherin, die ihren Kollegen Vladimir Cherevko als Director Brands and Innovation Whirlpool EMEA für diese Aktion gewinnen konnte.

Kaffee+ im Text

Bauknecht Bildgalerie „Fashion meets Food“

Alle Bilder: Sabine Brauer

Premiere über den Dächern Münchens

Zur Premiere neuer Geräte aus der Waschküche hat Bauknecht weder Kosten noch Mühen gescheut. Gezeigt wurden nach einer kleinen Diskussionsrunde, moderiert von Karen Webb, die neuen reddot-prämierten Waschmaschinen sowie Trocker, denen zwecks Dezibel-Reduzierung eigens aus dem Automotive-Bereich heraus entwickelte Seitenteile verpasst wurden. Beide Geräte übrigens seien in der Lage, miteinander zu kommunizieren, sodass nach dem Waschgang der Trocker sich seine Infos bereits von der Waschmaschine geholt habe und nicht extra programmiert werden müsse. Für die Vernetzung der Geräte arbeitet Bauknecht mit einer App namens BLive, die für Android sowie IOS bereits vorliegt und mit deren Hilfe von überall auf der Welt Funktionalität wie auch Status der Geräte überprüft werden können. Für insgesamt vier Geräte-Typen – Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank plus Geschirrspüler – ist die App derzeit vorgesehen. Spülmaschinen übrigens waren in München Fehlanzeige. „Die zeigen wir in Berlin“, erklärt Cherevko.

TV-Moderatorin Karen Webb leitete eine Diskussion, bei der schnell klar werden sollte: Mode-, Catering- und Hausgeräte-Branche haben vieles gemeinsam. Sie begegnen den steigenden Ansprüchen ihrer Kunden mit höchster Qualität, ausgeprägtem Trendbewusstsein und wegweisenden Innovationen. „Bauknecht identifiziert Kundenbedürfnisse und lässt sie direkt in den Designprozess einfließen“, sagt Vladimir Cherevko dazu. Und: „Um uns kompromisslos am Verbraucher orientieren zu können, holen wir uns auch Inspiration aus unterschiedlichen Bereichen – das Event ‚Fashion meets Food’ fördert diesen Austausch auf internationaler Ebene.“

Die exklusive Modenschau mit ausgewählten Kollektionsstücken von Sonja Kiefer bildete den Auftakt des Premieren-Events. Der Clou: Die Designerin schickte ihre Models mit Accessoires auf den Laufsteg, die Features der aktuellen PremiumCare- und Ultimate NoFrost-Geräte von Bauknecht symbolisieren.

Im Anschluss an den „Catwalk of Features“ brachte Bauknecht drei Branchen in den Dialog, die auf den zweiten Blick vieles gemeinsam haben: „Wir von Bauknecht wissen, dass Textilien und Lebensmittel Dinge sind, die den Menschen sehr nahe sind – emotional wie physisch. Verbraucher haben ganz besondere Vorstellungen davon, wie diese Produkte sein sollten“, stellte Cherevko fest. „Mode ist tatsächlich sehr wichtig für das Selbstverständnis der Menschen“, griff Sonja Kiefer die These auf. „Die Zeit der komplizierten Roben ist vorbei. Qualität bei der Bekleidung bedeutet heute: schick und 24-Stunden-tauglich. Deshalb habe ich waschbare und knitterfreie Kleider in meine Kollektion aufgenommen. Aber auch die brauchen die richtige Wäschepflege, um im Alltag möglichst lange wie neu auszusehen.“ Wir und die anderen rund 80 Journalisten ahnen: Ein Anspruch, den die Hausgeräte von Bauknecht selbstverständlich erfüllen.

Gespür für Branchentrends

Star-Caterer KP Kofler unterstrich, wie essentiell das Gespür für Kundenbedürfnisse und Branchentrends ist: „Wir müssen Entwicklungen frühzeitig erkennen. Inspiration liefert zum Beispiel die Millionenstadt Bangkok mit ihren Garküchen und den vielen Märkten mit regionalen Spezialitäten. Aber auch in anderen Metropolen wächst eine ganz eigene, überaus spannende kulinarische Kultur. Diese Inspirationsquellen haben wir in die Entwicklung unserer Street Food Kollektion einfließen lassen.“ Eine Kostprobe brachte Kofler am Premieren-Abend aufs Flying Buffet: Spektakuläre Neuinterpretationen von Gerichten aus ganz unterschiedlichen Kulturen wie beispielsweise türkisches Dürüm, britische Fish & Chips oder amerikanische Hamburger wurden auf Premium-Niveau gehoben.

Die exklusiv für das Event gestaltete Food-Installation von KP Kofler gab einen Überblick über die derzeit trendigsten Street Food Pieces. „Um empfindliche Lebensmittel mit absoluter Frische auf den Tisch zu bringen, sind innovative Kühlgeräte unverzichtbar – das gilt sowohl für das Profi-Catering als auch für den Heimbereich“, ergänzte Kofler – natürlich mit Blick auf Bauknecht. So trafen sich auf dem Podium mit Sonja Kiefer, KP Kofler und Vladimir Cherevko die Vertreter dreier unterschiedlicher Branchen, die den steigenden Ansprüchen ihrer Kunden mit höchster Qualität, ausgeprägtem Trendbewusstsein und wegweisenden Innovationen begegnen.

Der Nutzen im Mittelpunkt

Mit dem „Fashion meets Food“ eröffnete Bauknecht eine neue Dimension der Produktpräsentation. Das Unternehmen stellte konsequent den Nutzen für den Verbraucher in den Mittelpunkt und zeigte PremiumCare und Ultimate NoFrost im Zusammenhang mit dem dynamischen Umfeld eines modernen Haushalts, der sich mit der Lebenssituation seiner Bewohner weiterentwickelt und verändert.

In jüngster Vergangenheit hat Bauknecht einiges unternommen, um das Bekanntheits-Blatt neu zu beschreiben: Vor zwei Jahren, unter dem im August letzten Jahres zu Miele abgewanderten Dr. Axel Kniehl, hatte Bauknecht zur LivingKitchen einen bemerkenswerten Geräte-Neustart inszeniert. Aktuell nimmt Whirlpool richtig viel Geld in die Hand, um sich nicht alle Rosinen aus dem Kuchen herauspicken zu lassen: Im letzten Herbst – unter dem seit Mai 2014 amtierenden neuen Geschäftsführer Jens-Christoph Bidlingmaier (kam von Philips) legte Bauknecht zur IFA in eigener Halle und später auch auf dem Gut Böckel in Ostwestfalen einen beeindruckenden Auftritt hin.

Bauknecht surft oben mit

Dank der Indesit-Übernahme vom letzten Jahr hat sich Whirlpool wieder an die Welt-Spitze schrauben können. Allerdings ist der Deal längst noch nicht verdaut. Aktuell werden die europäischen Überschneidungen geprüft: Zwei Indesit-Werke sollen geschlossen werden, ebenso die Geräte-Entwicklung in Schorndorf (vgl. Newsletter vom 13. April). Dass mit dem Event in Münchn marketingtechnisch gegen die Negativ-Presse gesteuert werden solle, weist Viola Linke freilich von der Hand : „Das ist für uns eher unglücklich gelaufen.“ Hausgeräte werden zukünftig noch stärker zum Ausdruck des Lifestyle – sie setzen im Zuhause optische Akzente und sind ein Statement ihres Besitzers. Bauknecht surft da derzeit ganz vorne mit.

Marion Rautenberg/ Matthias M. Machan