Baristi, Bärte & braune Bohnen: Mehr Kaffee geht nicht …

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©Frank Waberseck / WoFuHa 2016 honorarfreies Pressefoto zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der WoFuHa 2016 freigegeben
©Frank Waberseck / WoFuHa 2016

Kann man eine geschlagene Stunde lang über die Vorzüge einer Kaffeemühle sprechen? Man kann, wenn man sich auf der Messe „WoFuHa“ befindet und die Mühle von Eureka ist. Oder eine halbe Stunde über die Wasserqualität für den perfekten Espresso, eine Dreiviertelstunde über Espresso-Extraktion oder Tassensensorik? Auch das geht. Die Messe „WoFuHa“ – das Kürzel steht für „Wo Fuchs und Hase“ –  ist  binnen weniger Jahre zu dem Kaffee-Event in Norddeutschland avanciert. Veranstaltungsort war am vergangenen Wochenende die Eventscheune im „Gut Thansen“, tief in der Lüneburger Heide. Wer es bis hierhin geschafft hat, bleibt. Vor allem, weil die „WoFuHa“ sicher keine Mainstream-Messe ist. Schon optisch weichen die Kaffee-Helden hinter den Ausstellungsständen von den Anzugträgern auf den etablierten Veranstaltungen ab. Wer hier etwas auf sich hält, trägt Bart und ein offenes Hemd.

Jede Menge Szene

Veranstaltet wird die „WoFuHa“ von Menschen aus Hamburg (EspressoPool), die Kaffee leben und lieben. Das Publikum? Eindeutig Szene: jede Menge Baristi und Sommeliers, Kaffeehändler und Coffee-Freaks. Oder einfach Menschen, die diesen Ort und diese Insel des Kaffee-Genusses seit 2012 zu schätzen wissen.

Kaffee+ im Text

Eine junge Kaffee-Szene nutzte auch dieses Jahr die zwei Tage in der Lüneburger Heide, um Kontakte zu knüpfen, Netzwerke ausbauen, den Baristi auf die Finger schauen, neue Kaffee-Kreationnen zu verkosten. Vor allem aber war die „WoFuHa“ eine wunderbare Fachmesse, die 360° Lösungen mit Tastings und Workshops rund um die braunen Bohnen gezeigt hat. Der Praxis-Bezug stand ganz oben, eben kein schnelles Schaupublikum. So gab es jede Menge praktische Tipps von Profis für Profis und für Verbraucher, die sich nicht mit einem One-Touch-Cappuccino zufrieden stellen. Unstrittig, die „WoFuHa“ ist eine Messe der Siebträger, wenn man so will die Königsdisziplin in der Kaffee-Zubereitung. Aber auch Jura oder Melitta machten auf „Gut Thansen“ eine prima Figur. Es gab eben Kaffee für jeden Anlass und jeden Geschmack, selbst Filter-Fans kamen auf ihre Kosten und ihren Geschmack.