Amazon top! Und dann lange nichts …

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Infografik Top-Ten Onlineshops (http://de.statista.com)
Infografik Top-Ten Onlineshops (http://de.statista.com)

Unter den Top 10 der umsatzstärksten Online-Shops marschiert Amazon mit weitem Abstand voraus. In Deutschland erwirtschaftete das Online-Versandhaus 2014 einen Umsatz von rund 6,6 Mrd. EUR. Mit großem Abstand folgen Otto (2,0 Mrd. EUR) und Zalando (872 Mio. EUR). Das zeigt die mittlerweile siebte Ausgabe der Studie „E-Commerce-Markt Deutschland“ von Statista und EHI, die am 21.Oktober veröffentlicht wird.

Aus den reinen Umsatzzahlen wird erneut die Herausforderung für den stationären Handel deutlich: Es ist der Versuch, Markenerlebnis und Customer Experience zwischen der Off- und Onlinewelt zu vernetzen und dabei mit jenen Anbietern aus dem E-Commerce Schritt zu halten, die bereits digitale Touchpoints in die analoge Shopping-Umgebung verlagern. Amazon treibt das technologisch voran. Doch je mehr sich traditionelle Händler dem digitalen Wandel öffnen, desto mehr können sie mithalten – technisch, aber vor allem auch mit Blick auf die emotionale Verbindung zum Kunden.

Kaffee+ im Text

Der Kampf ums Überleben

Reagiert der Einzelhandel nicht sehr schnell, sieht die Zukunft so aus: Verwaiste Innenstädte, leere Ladengeschäfte und eine Armada von Drohnen am Firmament, die dem Verbraucher von Apfelsaft bis Zahnpasta alles direkt ins Haus liefern. Doch der Kampf ums Überleben und um den Kunden, der sich Bequemlichkeit wünscht – immer und überall – hat schon längst begonnen.

Das gilt insbesondere für ländliche Regionen, in denen zwar klassische Einzelhändler immerhin eine Homepage haben, der dazu gehörende Online-Shop aber fehlt. Dabei hat der Handelsverband Deutschland (HDE) aktuelle Zahlen vorgelegt, die alarmierend sein sollten. Demnach rechnen 57% der Händler mit sinkenden Kundenfrequenzen an ihren Standorten. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Kunden in kleineren Städten verstärkt online einkaufen.